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Labor Lexikon
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   Erklärung des Begriffs "Zentrifugieren"

Die Zentrifugation ist eine Methode zur Stofftrennung unter Ausnutzung der Massenträgheit.

In einer Zentifuge wird ein Stoffgemisch in einer gleichmäßigen Kreisbewegung beschleunigt (Zentripedalbeschleunigung). Stoffe mit höherer Dichte wandern aufgrund ihrer Trägheit nach außen, verdrängen die Bestandteile mit niedriger Dichte, die so in die Mitte gelangen.

Getrennt werden können mit Hilfe der Zentrifugation Suspensionen (Gemische aus Flüssigkeit und Feststoffen), Emulsionen (Gemische aus verschiedenen Flüssigkeiten) und Gasgemische.

Zentrifugen finden Anwendung in nahezu jedem chemischen, biologischen und medizinischen Labor aber auch vielen Industriezweigen, wie zum Beispiel zur Honig- und Olivenölgewinnung, in der Zucker- und Milchindustrie, so wie in der metallverarbeitenden Industrie zum Entölen von Metallspänen, zum Trocknen von Schüttgut wie beispielsweise Schrauben und Nieten.

Eine besonderen Form der Zentrifugation ist die Ultrazentrifugation, die mit sehr hohen Geschwindigkeiten arbeitet. Man unterscheidet zwischen präparativer und analytischer Ultrazentrifugation. Bei der präparativen Ultrazentrifugation werden unter dem Einfluss starker Zentrifugalkräfte Makromoleküle wie zu Beispiel Viren oder Lipoproteine sortiert. Die analytische Ultrazentrifugation verwendet man unter anderem zur Emittlung des Sedimentationskoeffizienten oder der molaren Masse eines Makromoleküls. Zur Auftrennung verschieden schwerer Gase wie zum Beispiel zur Urananreicherung setzt man eine Gas-Ultrazentrifuge ein.

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