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   Erklärung des Begriffs "Infrarotspektroskopie"

Der Wellenlängenbereich bei der Infrarotspektroskopie schließt sich an den sichtbaren Bereich nach längeren Wellen hin an (Wellenlänge zwischen 1 mm…780 nm).

Die Infrarotstrahlung liegt energetisch im Bereich der Rotationsniveaus von kleinen Molekülen und der Schwingungsniveaus von Molekülbindungen, das heißt, die Absorption führt zu einer Schwingungsanregung der Bindungen.

Da die dazu notwendigen Energien bzw. Frequenzen charakteristisch für die jeweiligen Bindungen sind, können so auch Materialien identifiziert und bekannte Substanzen quantitativ bestimmt werden.

Man unterscheidet:

  • NIR (nahes Infrarot) Wellenzahl: 12500–4000 cm-1; Wellenlänge: 0,8–2,5 µm; Schwingung von Atomen bzw. Atomgruppen an ihren Molekülbindungen, Oberschwingungen des MIR-Bereichs
  • MIR/IR (mittleres Infrarot) Wellenzahl: 4000–400 cm-1; Wellenlänge: 2,5–25 µm; Schwingung von Atomen bzw. Atomgruppen an ihren Molekülbindungen
  • FIR (fernes Infrarot) Wellenzahl: 400–10 cm-1; Wellenlänge: 25–1000 µm; Rotation ganzer Moleküle

Eine besondere Form der Infrarotspektroskopie ist die ATR-Infrarotspektroskopie. Sie wird bei der Oberflächenuntersuchung von undurchsichtigen Stoffen eingesetzt. Durch die Messung des reflektierenden Lichtes kann man auf die Eigenschaften des absorbierenden Materials rückschließen.

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