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   Erklärung des Begriffs "Festphasenextraktion"

Festphasenextraktion (engl. Solid Phase Extraction) = SPE

Die Festphasenextraktion ist eine Art der Probenvorbereitung, bei der Analyten durch gezielte Wechselwirkungen an einem festen Sorbens angereichert und Matrixbestandteile entfernt werden können.

Das Sorbens befindet sich dabei meist in einer oben offenen Kartusche, durch die die Probe und Lösemittel mittels Vakuum oder Druck von oben hindurch transportiert werden.

Die SPE umfasst folgende Schritte:

  • Konditionierung des Sorbens (um es aufnahmefähig zu machen für den Analyten und für reproduzierbaren Durchfluss zu sorgen)
  • Probenaufgabe
  • Waschen (zur Entfernung von Matrix)
  • Trocknen
  • Elution der Analyten

Es gibt eine große Vielzahl von unterschiedlichen Sorbentien für die SPE. Bei der Auswahl des Sorbens ist zu beachten, dass die Matrix, die ja im Überschuss vorliegt, entscheidend die Art des geeigneten Sorbens bestimmt.

Für wässrige Proben kommen nur unpolare Sorbentien in Frage (z.B. C18 oder Polymermaterial), da der Überschuss an Wasser alle Adsorptionsplätze auf der Sorbens-Oberfläche besetzen und die Analyten durchlaufen würden.

Zur Extraktion von Analyten aus organischen Extrakten (z.B. Hexan, Dichlormethan) können nur polare Sorbentien wie z.B. Kieselgel, Diol, Aminopropyl (NH2) oder Cyanopropyl (CN) verwendet werden.

Ionische Substanzen können meist über Ionenaustauscher angereichert werden. Auch Mischphasen mit unpolarer und Ionenaustauschfunktionalität sind sehr interessant für verschiedene Anwendungen.

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