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15.05.2024

02.07.2015

Potential der SFC: Von analytischer, präparativer, chiraler und achiraler Trennung

Prof. Thomas Letzel , TU München, Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft

Dr. Stefan Bieber , Analytisches Forschungsinstitut für Non-Target Screening GmbH


In den beiden bereits von uns veröffentlichten Artikeln wurde die 'Superkritische Fluid Chromatographie', die SFC, als neue "alte" Trenntechnik beschrieben. Seit der Einführung der neuesten Gerätegeneration ist die SFC sehr gut beherrschbar und erobert sich so langsam aber sicher ihren Platz zwischen Gas- und Flüssigphasenchromatographie.

In diesem Artikel werden nun die Möglich-keiten der analytischen und präparativen SFC erläutert, sowie die klassischen (chiralen) und neu aufkommenden (achiralen) Einsatzgebiete der SFC vorgestellt. In diesem Rahmen gibt es einen kurzen Marktüberblick über die derzeit gängigsten Geräte und Hersteller.

Die SFC kann grundsätzlich sowohl zur Charakterisierung von Analyten, wie auch zu deren Aufreinigung und Isolierung verwendet werden. Dementsprechend werden die Anwendungen auch in 'Analytisch' und 'Präparativ' eingeteilt. Das Unterscheidungsmerkmal ist hier die Dimensionierung der Geräte.Analytische SFC:

Im analytischen Maßstab arbeitet man typi-scherweise mit Flussraten bis maximal 5 oder 10 mL/min und Säulen bis ca. 4,6 mm Innen-durchmesser. Neben den bereits etablierten SFC-Geräteherstellern wie Agilent, Jasco oder Waters, bieten mittlerweile auch andere HPLC Hersteller SFC-Geräte an. Eine SFE-SFC Kopplung, die es ermöglicht Proben zunächst mit superkritischem CO2 zu extrahieren (SFE) und anschließend über SFC zu trennen ist beispielsweise von Shimadzu erhältlich. Jasco löste im Jahr 2015 die Modellreihe 2000 durch die SF-4000 ab. Die Firma PIC Solutions hingegen, hat sich seit mehr als 10 Jahren fast ausschließlich auf die Herstellung von SFC-Systeme spezialisiert. Verglichen mit Ultra-High-Perfor-mance Flüssigchromatographie (UHPLC) Systemen mit bis zu 1000 bar, sind die maximal zulässigen Drücke im SFC-System mit 400 bis 600 bar zwar eher niedrig, den-noch können problemlos Säulen mit sub-2 µm Partikeln verwendet werden. Grund hierfür ist die geringe Viskosität der mobilen Phase in der SFC, die zu einem deutlich niedrigeren Vorsäulendruck führt.


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