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Genetische Analyse maligner Gliome mittels Mikroarray-Technologie

Köhler, Sylvia - Philipps-Universität Marburg (2013)


aligne Astrozytome des World Health Organization Grad III und IV haben eine stark reduzierte mediane Überlebenszeit. Zahlreiche möglichen molekularen Transduktionswege wurden bisher für die Progression des anaplastischen Astrozytoms zum Glioblastom beschrieben, jedoch ist die molekulare Basis der malignen Astrozytomprogression bisher noch sehr unerforscht. Mikroarray-Analysen erlauben den Vergleich von tausenden Genen in diesen Tumoren und dienen damit der Identifizierung von möglichen Schlüsselgenen und können dazu beitragen die molekularen Mechanismen der malignen Progression zu verstehen. Es erfolgte der Vergleich des Transkriptionslevel von 4608 Genen in den Tumoren von 14 Patienten (6 anaplastische Astrozytome und 8 Glioblastome WHO Grad IV) mittels Mikroarray-Analysen.

Die Mikroarray-Daten sollten validiert werden durch die RT Real-Time PCR an drei ausgewählten Genen. Bei dem Gen RAB34 is eine erfolgreiche Validierung erfolgt. Wir identifizierten 166 Genexpressionsänderungen mit einem Fold change >2. Die mRNA-Level dieser Gene differierten signifikant in den beiden malignen Gliomgruppen (absoluter Wert der T-Statistik 1,96). Die Mikroarray-Analysen und Real-Time PCR Quantifizierungen zeigten gegensätzliche Transkriptionsrichtungen für OLIG2und IL13RA2 in den anaplastischen Astrozytomen WHO Grad III im Vergleich zum Glioblastom. Homogene Ergebnisse der beiden Analysen fanden sich beim RAB34. Mikroarray-Analysen mit einer geschlossenen binären Fragestellung erlauben in histologisch gesicherten anaplastischen Astrozytomen und Glioblastomen eine Identifizierung von Genen verschiedener Expression. RAB34, OLIG2und IL13RA2 scheinen interessante Gene zu sein, die durch ihre unterschiedliche Expression eine wichtige Rolle in der malignen Progression der Astrozytome spielen könnten.


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