04.02.2019

Studie zu Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit



Unter Leitung von Prof. Annette Peters, Helmholtz Zentrum München & LMU, und Prof. Barbara Hoffmann, Universität Düsseldorf, hat ein Team internationaler deutschsprachiger Wissenschaftler eine kurze Expertise zu den Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit verfasst.

Zudem stellen sie den aktuelle Stand zu Richt- und Grenzwerten dar greifen aktuelle Diskussionspunkte auf. Diese Expertise wird von der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie und der European Respiratory Society unterstützt.

Die Ergebnisse in der Zusammenfassung: Die Luftschadstoffe Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid gefährden die Gesundheit in Deutschland. Die Wirkungen beginnen in der Lunge, haben aber auch Auswirkungen auf den gesamten Körper. Die Weltgesundheitsorganisation hat zum Schutz der Gesundheit im Jahr 2005 die globalen Empfehlungen für Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid überarbeitet und empfiehlt Werte, die in Deutschland an vielen Stellen überschritten werden.

Gesichert ist, dass sich dadurch die Lebenszeit verkürzt und Lungenerkrankungen sowie Herzkreislauferkrankungen ausgelöst werden. Seit 2005 hat sich die Datenlage für alle drei Schadstoffe noch einmal deutlich verbessert. Die krebserzeugende Wirkung von Feinstaub lässt sich durch die vorhandene Studienlage belegen. Auch wird inzwischen vermutet, dass es Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes im Mutterleib, die Lungen- und Gehirnentwicklung bei Kindern, Diabetes und Demenz gibt.

Zudem dokumentieren neuere Studien Auswirkungen unterhalb der gegenwärtig geltenden Grenzwerte. Insbesondere der Grenzwert für Feinstaub kleiner als 2,5 µm der Europäischen Union sollte zum Schutz der Gesundheit deutlich abgesenkt werden und mit den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation in Einklang gebracht werden.

» Vollständiges Positionspapier

Quelle: Helmholtz-Zentrum München (HZM)




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