12.07.2018

DAkkS-Kundendialog mit magerem Ergebnis



Zum vorläufigen Abschluss des DAkkS-Kundendialogs zieht der Deutsche Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) ein ernüchterndes Fazit. "Unsere Erwartungen haben sich nicht erfüllt", sagte Anton Blöth, Sprecher der Geschäftsführung des VUP im Nachgang der vorerst letzten Sitzung am 25.06.2018.

"Wir hätten nach dem Termin mit der ehemaligen Bundesministerin Zypries erwartet, dass bereits mit Inkrafttreten der neuen Gebührenverordnung zum 01.07.2018 erste handfeste und konkrete Maßnahmen stehen, die die Transparenz der Verfahren erhöhen und sicherstellen, dass der notwendige zeitliche Aufwand, der zukünftig voll auf die Gebührenhöhe durchschlägt, sich in Grenzen hält", so der VUP-Geschäftsführer. Dies wäre nach Einschätzung von Blöth auch der Kompromiss unter den Beteiligten gewesen, die Gebührenverordnung in Kraft treten zu lassen.

"Trotz aller Bekundungen und auch erkennbaren Bemühungen, Prozesse zu optimieren, schleppt der Tanker DAkkS offensichtlich so großen Ballast mit sich, der ein schnelles Umsteuern scheinbar unmöglich macht." Ein aussagekräftiger Kostenvoranschlag, ein 'Verfahrensfahrplan' mit Terminen und Fristen, Rahmenvorgaben für DAkkS-Mitarbeiter, Begutachter und Kunden, aber auch die Änderung des Zahlungswesens nach Bearbeitungsfortschritt wären geeignete und vordringliche Maßnahmen, die man in den letzten Monaten hätte umsetzen können. Diese kurzfristig erforderlichen Sicherungslinien für eine akzeptable Gebührenfestsetzung müsse nach Auffassung des VUP nun der Gesetzgeber im Zuge der laufenden Änderung des Akkreditierungsstellengesetzes umsetzen, was der VUP und andere Verbände bereits bei der Anhörung im Bundeswirtschaftminsiterium eingefordert hatten.

"Unter dem Strich bleibt für den Moment ein mageres Ergebnis und mit der Ankündigung auf bessere Zeiten kann man die Kunden der DAkkS nicht länger vertrösten. Es müssen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht, eine verbindliche Roadmap festgelegt und diese offensiv angegangen und kommuniziert werden", so der VUP-Geschäftsführer. Blöth erkannte dabei an, dass im Rahmen des Kundendialogs durchaus hoffnungsvolle Projekte und Veränderungen vorgestellt und erörtert wurden, die das Potential haben, schlanke und transparente Prozesse zu sichern. Auch zeigte sich der VUP-Geschäftsführer zufrieden damit, den Kundendialog nicht abzubrechen, sondern in anderem Rahmen fortzusetzen, um die Bearbeitung der vielen aufgezeigten Hausaufgaben von Seiten der betroffenen Kreise begleiten zu können.

Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz und Optimierung der Prozesse der Akkreditierungsstelle sollten im Zentrum des im Dezember letzten Jahres von der damaligen Bundeswirtschaftsminiterin Zypries angeregten Dialogformats der DAkkS mit maßgeblichen Verbänden der betroffenen Wirtschaft stehen. Der VUP hatte darauf gedrängt und diese Entscheidung der Ministerin begrüßt, weil mit der zum 01.07.2018 in Kraft tretenden Umstellung auf eine rein zeitlich orientierte Gebührenfestsetzung schleppende und wenig transparente Bearbeitungs- und Entscheidungswege der DAkkS gebührenrelevant werden und damit den Kostendruck auf die Laboratorien erneut erhöhen. Für den Kundendialog hatte der Verband auf Basis einer breiten Mitgliederbefragung umfangreiche Vorschläge zur Stärkung von Transparenz, Effizienz und Kundenorientierung der Akkreditierung vorgelegt.

» Zum beantworteten Fragebogen des VUP

Quelle: Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP)




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