05.04.2017

Erforschung der Anionenbindungskatalyse



Die Verwendung von Katalysatoren stellt einen zentralen Ansatz für effizientere Synthesen dar. Auf dem Gebiet der Metall- und Organokatalyse wurden in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Es besteht jedoch ständiger Bedarf an neuen und effizienteren Methoden zur Überwindung ungelöster synthetischer Herausforderungen.

Ein interessanter, neuer Ansatz in der Katalyse basiert auf Anionenbindungsprozessen, die sich am natürlichen Vorbild orientieren. Da katalytische Reaktionen für den Aufbau wertvoller Chemikalien und Materialien von größter Bedeutung sind, könnte diese Art der katalytischen chemischen Aktivierung der Schlüssel für die zukünftige Gestaltung origineller und effizienter synthetischer Transformationen sein. Allerdings sind die Wirkungen von Anionen in katalytischen Prozessen noch weitgehend unbekannt.

Der Europäische Forschungsrat (ERC) finanziert ein neues Forschungsprojekt am Institut für Organische Chemie der Universität Regensburg mit einem Consolidator Grant in Höhe von knapp 2 Millionen Euro. Das neue Regensburger Projekt "FRICatANIONS - Frontiers in Catalytic Anion-Binding Chemistry" wird ab Juni 2017 über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Olga Garcia Mancheno, Professorin für Organische Chemie an der Universität Regensburg, wird im Rahmen dieses ERC Consolidator Grants die Rolle von Anionen in synthetisch katalytischen Verfahren, die über ionische Intermediate ablaufen, identifizieren und genau untersuchen. Ziel ist die Entwicklung neuer Prinzipien auf dem weiten Feld der Katalyse, die neuartige und effizientere Synthesen organischer Verbindungen ermöglichen.

Die vorgeschlagenen neuen Ansätze werden nicht nur die Anionenbindungskatalyse revolutionieren, sondern auch alle wissenschaftlichen Bereiche, die sich auf katalytische Synthesemethoden stützen. Die Ergebnisse des Projekts werden signifikante Auswirkungen in verschiedenen Bereichen wie Katalyse, organische Synthese und Materialwissenschaften sowie in industriellen Anwendungen haben

Quelle: Universität Regensburg




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