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08.09.2016

Neue Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe für Polymersynthese



Neuartige Verbindungen der Hauptgruppenelemente, so genannte "ansa-Verbindungen", stehen im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens in der Anorganischen Chemie der Universität des Saarlandes von André Schäfer, in der Anorganischen Chemie der Universität des Saarlandes, das in das Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgenommen wurde. Ziel ist es, eine neue Klasse von Molekülen zu synthetisieren, die als Vorläufer neuartiger Kunststoffe dienen könnten.

Schäfer arbeitet seit März 2015 am Saarbrücker Lehrstuhl von Professor Guido Kickelbick. Im Herbst wird er mit seiner eigenständigen Nachwuchsgruppe das Projekt starten, bei dem die neuartige Molekül-Gruppe synthetisiert und untersucht werden soll. Die Bezeichnung "ansa-Verbindung" leitet sich vom lateinischen 'ansa' für 'Henkel' ab und bezieht sich auf die Molekülstruktur der Verbindungen.

"Das Projekt ist in der Grundlagenforschung angesiedelt", betont der junge Wissenschaftler. "Weit in die Zukunft gedacht, könnten solche Verbindungen als Vorläufer neuartiger Polymere dienen." Das Konzept der ansa-Verbindungen ist nicht neu. "Die Chemiker kennen solche Verbindungen allerdings bislang fast nur für Nebengruppenelemente des Periodensystems, für die so genannten Übergangsmetalle", erklärt André Schäfer. In den neuartigen Molekülen sollen sie nun durch ein Hauptgruppenelement ersetzt werden. "Wir wollen untersuchen, wie man diese Verbindungen synthetisieren kann, wie sie aussehen und vor allem: wie sich Atome in solch ungewöhnlichen Bindungssituationen verhalten."

Für sein Forschungsvorhaben erhält der 31-jährige promovierte Chemiker von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Förderung von insgesamt 1,4 Millionen Euro.

Quelle: Universität des Saarlandes




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