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11.02.2015

"Geschichte unserer Umwelt" ist Wissenschaftsbuch des Jahres 2014


Ein Sachbuch der Klagenfurter Professorin Verena Winiwarter und des Kieler Professors Hans-Rudolf Bork von der Christian-Albrechts-Universität (CAU) ist zum "Wissenschaftsbuch des Jahres" gewählt worden. Darin haben die beiden 60 Beispiele für menschliche Eingriffe in die Natur und Auswirkungen von Naturereignissen auf menschliche Gesellschaften zusammengetragen. Der Preis ist eine Aktion des österreichischen Wissenschaftsministeriums und des Verlags Buchkultur.

Die verständlich aufbereiteten Geschichten gehen auf Störfälle in Atomkraftwerken ebenso ein wie auf umweltschonende Landnutzung in Spanien seit der Jungsteinzeit, Sturmfluten an der Nordsee oder das empfindliche Ökosystem der Galapagosinseln. In der Einleitung zeigen Umwelthistorikerin Winiwarter und Ökosystemforscher Bork auf, warum das herrschende wirtschaftliche System der Ungleichheit für viele "Beziehungsprobleme" zwischen Mensch und Umwelt verantwortlich ist: Es sei auf stetiges Wachstum zur Steigerung der Wohlfahrt ausgerichtet, die Erde und die meisten Ressourcen aber wüchsen nicht mit. Die Umweltgeschichte sei daher immer auch eine Geschichte von Macht über Ressourcen und von Nutzungskonflikten.

Die hochkarätig besetzte Jury, die sich aus Vertretern des österreichischen Wissenschaftsministeriums und der Akademie der Wissenschaften, Wissenschaftsmagazinen und weiteren Institutionen zusammensetzt, hatte das Buch auf die Shortlist des Preises gesetzt. Eine Publikumswahl machte "Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit" zum Sieger. "Die 'Geschichte unserer Umwelt' ist kein akademisch-theoretischer Schinken und auch keine 'Chronik der Umweltsünden'. Es sind 192 Seiten stichhaltiger Argumente für die Utopie einer nachhaltigen Gesellschaft. Ein Plädoyer für den Mut zum komplexen Umgang mit komplexen Problemen, verpackt in unglaubliche (und im besten Sinne lehrreiche) Geschichten. Das Buch erlaubt wertvolle Einsichten. Allen voran vielleicht jene, dass wir nicht alles tun sollten, was wir tun können", rezensierte die Wiener Zeitung.

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Quelle: Universität Kiel




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