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14.12.2015

Studie untersucht operative Effizienz in Chemieunternehmen


Die operativen Abläufe in Chemieunternehmen könnten deutlich effizienter sein, wenn Einkauf, Produktion und Lieferkettenmanagement im Rahmen einer übergreifenden Strategie gesteuert würden. Darüber hinaus ist die Verknüpfung der operativen Strategie mit der Unternehmensstrategie und den Kundenbedürfnissen noch unzureichend. Chemieunternehmen verschenken so große Performance-Potenziale. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Operations Excellence 4.0" der Strategie- und Organisationsberatung CAMELOT Management Consultants.

Zwar geben 85% der Studienteilnehmer an, dass ihr Unternehmen über eine Strategie für das operative Geschäft ("Operations") verfügt. Das Verständnis, welche Bereiche eine Operations-Strategie umfasst, und der Inhalt der Strategie variieren jedoch deutlich. Die CAMELOT-Studie zeigt, dass unter Operations häufig nur der Produktionsbereich verstanden wird, während andere für das operative Geschäft wichtige Bereiche wie Einkauf und Lieferkettenmanagement eine untergeordnete Rolle spielen. Die Folge: Während die Produktion mit großen Produktionseinheiten und Vermeidung von Produktwechseln primär Kostenziele verfolgt, muss das Lieferkettenmanagement immer kleinteiligere Kundenaufträge in volatilen Märkten befriedigen. "In Chemieunternehmen herrscht häufig noch ein klassisches Silodenken vor. Dadurch vergeben sich die Unternehmen sehr viel Potenzial. Mit einem bereichsübergreifenden Optimierungsansatz, der Kostenziele und Marktanforderungen ausbalanciert, lässt sich die Business Performance erheblich steigern", kommentiert Dr. Sven Mandewirth, Partner und Bereichsleiter Chemie bei CAMELOT.

Fehlende Strategie-Anbindung

Auch wenn der Trend zu einer zunehmenden Integration von Produktion, Einkauf und Lieferkettenmanagement erkennbar ist, fehlt es dennoch an einer bereichsübergreifenden Strategie, deren Ziele sich aus der Unternehmensstrategie und den Marktbedürfnissen ableiten. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass die Operations-Strategie nicht in den globalen Unternehmenszielen verankert ist, sondern auf Geschäftsbereichs- oder Länderebene entwickelt und ausgeführt wird. Bei weniger als 50% der Unternehmen folgt die Operations-Strategie einem klaren Kundenfokus. Ebenso fehlt es an einer Operationalisierung der übergreifenden Strategie in bereichsspezifische Strategien und Ziele.

Anwendung von Operational Excellence-Methoden

Zur operativen Effizienzsteigerung wendet die Mehrheit der befragten Unternehmen "Operational Excellence"-Methoden an, überwiegend LEAN und Six Sigma. Allerdings werden diese Methoden hauptsächlich in der Produktion eingesetzt, wo sie auch ihren Ursprung haben. Weniger als die Hälfte setzen Operational Excellence in den Bereichen Auftragsmanagement und Distribution ein. Was die Messung der operativen Performance betrifft, benutzen alle befragten Unternehmen sogenannte "Key Performance Indicators" (KPI), aber nur die Hälfte von ihnen leitet die Zielwerte aus der Strategie ab.

Laut Studie werden das "Internet der Dinge" und die zunehmende Digitalisierung einen starken innovativen Einfluss auf die Operations-Strategien und Operational Excellence-Initiativen haben. Für Chemieunternehmen gilt es also, diese Entwicklungen im Auge zu behalten.

Im Rahmen der Studie wurden Top-Entscheider aus 30 Chemieunternehmen mit Hauptsitz in Europa befragt. Befragungszeitraum war November 2015.

—> Link zum Bestellen der Studie

Quelle: Camelot Management Consultants




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