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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

20.01.2015

Erste Messung elektrischer Felder zwischen Atomen


Wissenschaftlern ist es jetzt erstmals gelungen, elektrische Felder zwischen Atomen in einem Kristall zu messen. Das Forscherteam aus der Arbeitsgruppe von Professor Andreas Rosenauer am Institut für Festkörperphysik der Universität Bremen setzte dazu mit seinen internationalen Kooperationspartnern der Universitäten Antwerpen, Regensburg und Wien eines der derzeit leistungsfähigsten Elektronenmikroskope ein. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht.

Für ihre Experimente griffen die Forscher auf Strontiumtitanat (SrTiO3) zurück, das aufgrund seines hohen Brechungsindex für optische Bauelemente verwendet wird. Der Durchmesser des Elektronenstrahls des Hochleistungs-Elektronenmikroskops war mit etwa 50 pm (Pikometer) drei- bis viermal kleiner als der Abstand zwischen den einzelnen Atomen in der Kristallstruktur von Strontiumtitanat. Der Strahl konnte daher dazu genutzt werden, um den Raum zwischen den Atomen abzutasten. Dort existierende elektrische Felder - mit verantwortlich für die Bindung der Atome untereinander - beeinflussen den Elektronenstrahl. Mit Hilfe eines quantenphysikalischen Ansatzes gelang die Rekonstruktion der interatomaren Felder.

Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten der Materialcharakterisierung auf atomarer Ebene. Von großer Bedeutung ist dies für den Bereich der Nanotechnologie, in dem besondere physikalische Eigenschaften schon allein durch Bearbeitung oder Manipulation von einer oder wenigen Atomlagen erzeugt werden können.

—> Originalpublikation

Quelle: Universität Bremen




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