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02.06.2015

Neue Zentrale für die deutsche Rohstoffforschung


Fünf führende deutsche Forschungseinrichtungen aus dem Rohstoffsektor haben den Kooperationsvertrag für das neue Verbundprojekt "German Resource Research Institute" (GERRI) unterschrieben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt soll zukünftig die deutsche Rohstoffforschung für den internationalen Wettbewerb stärken.

Das neue Verbundprojekt ist eine Kooperation der Partner TU Bergakademie Freiberg, RWTH Aachen, TU Clausthal, Fraunhofer-Projektgruppe IWKS vom Fraunhofer ISC und Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF). Das Projektteam verfolgt das Ziel, die nationalen Rohstoffkompetenzen, -infrastrukturen und -strategien innerhalb des virtuellen Instituts GERRI zu erfassen und gezielt aufeinander abzustimmen. Die deutsche Forschung entlang der Wertschöpfungskette nichtenergetischer, mineralischer Rohstoffe soll so auch international vorangetrieben werden. Der Fokus liegt dabei auf Hochtechnologie-Metallen und anderen wirtschaftsstrategischen Rohstoffen, die für die Umsetzung neuer Zukunftstechnologien besonders wichtig sind. Koordinator des Netzwerks ist das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) gehörende HIF.

Zudem ist geplant, dass GERRI in das europäische Rohstoff-Netzwerk EIT Raw Materials eingebunden wird. Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) hat für dessen Aufbau ein internationales Konsortium beauftragt; bis zur Einsetzung einer Geschäftsführung übernehmen das HZDR und die Fraunhofer-Gesellschaft die Koordination. Ziel hierbei ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des europäischen Rohstoffsektors zu erhöhen und so die Versorgung der europäischen Industrie mit dringend benötigten Rohstoffen zu sichern. Dazu sollen in diesem wichtigen Feld die Ausbildung, Forschung und Innovation verbessert werden.

Eingebettet ist GERRI in den Förderschwerpunkt "r4 - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe" im Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das BMBF fördert Verbundprojekte aus Wissenschaft und Industrie mit bis zu 60 Millionen Euro, um die Forschung, Entwicklung und Innovation im Rohstoffsektor auszubauen. Nach Ablauf der fünfjährigen Förderdauer soll GERRI als Netzwerk selbstständig weiter bestehen und sich unter anderem über eingeworbene Industrie- und Forschungsgelder finanzieren. Bis dahin wird das Projektteam alle weiteren wichtigen deutschen Partner aus der Rohstoffforschung virtuell miteinander vernetzen.

Quelle: Technische Universität Freiberg




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