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26.03.2015

Neue DFG-Forschergruppe entwickelt Nanopartikel nach Maß


Großer Erfolg für die Nanowissenschaften: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der UDE eine neue Forschergruppe ein (FOR 2284). Sie soll systematische Designregeln entwickeln, damit komplexe Nanopartikel gezielt in der Gasphase hergestellt werden können. Die DFG stellt der neuen Forschergruppe ("Modellbasierte skalierbare Gasphasensynthese komplexer Nanopartikel") 2,6 Mio. Euro für die erste dreijährige Projektphase zur Verfügung. Sprecher ist der Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Christof Schulz, Leiter des Instituts für Verbrennung und Gasdynamik und wissenschaftlicher Direktor des Centers for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) an der UDE.

Batteriespeicher oder medizinische Diagnostik: Bei der Produktion innovativer Stoffe werden immer häufiger Nanopartikel mit neuen Materialeigenschaften eingesetzt. Die kleinsten Atomverbünde lassen sich schon jetzt in speziellen Gasphasenreaktoren herstellen, doch geschieht dies bisher vergleichsweise zufällig und ungenau gemessen am eigentlichen Verwendungszweck. Die neue DFG-Forschergruppe an der UDE setzt hier an: Sie wollen herausfinden, nach welchen Regeln die hoch spezifische Herstellung sicher gelingt. Zunächst sollen isolierte Nanopartikel entstehen, die in einem zweiten Schritt zu komplexeren Strukturen zusammengefügt werden. Sie sollen zuverlässig über die Eigenschaften verfügen, die für das jeweilige Anwendungsgebiet relevant sind.

Prof. Schulz: "Die Gutachter überzeugte unser disziplinübergreifender Ansatz und die Qualität unserer bisherigen Arbeit. Zudem können wir auf eine einzigartige experimentelle Ausstattung zurückgreifen. Dank der Förderung werden wir demnächst weitere hervorragende internationale Forscher an den Campus holen." Neun Projekte sind am Institut für Verbrennung und Gasdynamik (IVG), in der Elektrotechnik sowie am Institut für Energie- und Umweltforschung (IUTA) angesiedelt. Aus Übersee werden zwei Forscher eingebunden: Stephen Tse von der Rutgers University in New Jersey, USA und Kyle Daun von der Waterloo University im kanadischen Ontario. Schulz: "Sie werden mehrere Monate als Mercator-Fellow in Duisburg zu Gast zu sein."

Die Nanowissenschaften sind ein Profilschwerpunkt an der Universität Duisburg-Essen. Zur fakultätsübergreifenden Organisation aller Forschungsaktivitäten in diesem Bereich wurde 2005 das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) gegründet. Es umfasst über 60 Mitglieder aus den Ingenieurwissenschaften, der Physik, der Chemie und der Biologie. Mit dem NanoEnergieTechnikZentrum NETZ und dem DFG-Gerätezentrum ICAN kann die Forschergruppe auf eine außergewöhnlich gute Grundausstattung aufbauen. Das NETZ verfügt über hochinstallierte Laborflächen, in denen viele Forschergruppen angesiedelt sein werden.

Quelle: CENIDE - Center for Nanointegration Duisburg-Essen




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