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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

13.02.2014

Terahertz-Spektrometer und neuartige Laserlichtquelle ausgezeichnet


Auf der weltweit wichtigsten Photonik-Messe "Photonics West" in Kalifornien wurden am 5. Februar 2014 die Gewinner der renommierten Prism Awards bekannt gegeben. Fraunhofer IPM war mit gleich zwei optischen Systemen, die gemeinsam mit der Kasseler Hübner GmbH & Ko. KG entwickelt wurden, unter den Gewinnern.

In der Kategorie Sicherheit wurde das Terahertz-Spektrometer "T-Cognition" ausgezeichnet, der Optisch-parametrische Oszillator "C-Wave" konnte bei den wissenschaftlichen Lasern überzeugen. Beide Systeme wurden von Fraunhofer IPM und der Hübner GmbH & Ko. KG gemeinsam entwickelt. Der "Prism Award" ist einer der bedeutendsten internationalen Wissenschaftspreise für neuartige Photonik-Anwendungen.

"Dieser doppelte Erfolg ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für produktive Zusammenarbeit von Forschung und Industrie", sagt Karsten Buse, Institutsleiter am Fraunhofer IPM. "Das System T-Cognition zeigt, dass die noch recht junge Terahertz-Technologie nun reif ist für industrielle Anwendungen. Und mit der durchstimmbaren Laserlichtquelle C-Wave ist den Partnern eine echte Weltneuheit auf dem Gebiet der Lasertechnologie gelungen!"

T-Cognition

Das Terahertz-Spektrometer "T-Cognition" ist ein automatisiertes System zur Erkennung verborgener Drogen oder Sprengstoffe in Briefen oder kleinen Päckchen. Innerhalb weniger Sekunden identifiziert "T-Cognition" versteckte Substanzen anhand ihres charakteristischen spektroskopischen Fingerabdrucks. Der Sicherheitscheck erfolgt, ohne dass die Postsendung geöffnet werden muss - das Briefgeheimnis bleibt also gewahrt. Damit trägt "T-Cognition" zur Sicherheit in Poststellen, Justizvollzugsanstalten, Zoll oder gefährdeten Einrichtungen wie beispielsweise Botschaften bei.

C-Wave

Optisch-parametrische Oszillatoren (OPOs) sind ideale Lichtquellen für die Spektroskopie. Mit "C-Wave" steht nun erstmals ein OPO zur Verfügung, der Laserlicht über den gesamten sichtbaren Spektralbereich emittiert und dabei kontinuierliches Licht aussendet. Dies hat eine Reihe praktischer Vorteile: So erübrigt sich beispielsweise der bisher notwendige Wechsel von Lasermedien oder -komponenten. Im Gegensatz zu Farbstoff-Lasern kommt der festkörperbasierte "C-Wave" ohne den Austausch giftiger Farbstoffe aus.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik (IPM)




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