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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

04.12.2014

nature.com ermöglicht begrenzte Weitergabe kostenpflichtiger Online-Artikel


Macmillan Science and Education, eines der weltweit führenden Verlagshäuser und Technologieunternehmen, hat eine wegweisende Initiative im Verlagswesen eingeführt: Es bietet seinen Lesern zum ersten Mal die Möglichkeit, wissenschaftlichen Kenntnisse und Erkenntnissen ohne Umwege mit Forschern und Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zu teilen.

Die Abonnenten der 49 Fachzeitschriften auf nature.com können jetzt vollständige Artikel über einen Link ganz legitim und bequem an Kollegen weiterleiten, die kein Abonnement bei nature.com haben. Darüber hinaus wird Macmillan Science and Education Lesern von 100 Medienkanälen und Blogs denselben Inhalt zur Verfügung stellen, um die öffentliche Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Themen in der Gesellschaft nachhaltig zu fördern.

Die beiden Initiativen im Detail:

1. Die Abonnenten von 49 Fachzeitschriften von nature.com können eine eindeutige URL zur schreibgeschützten Vollversion eines publizierten wissenschaftlichen Textes an Kollegen oder Mitarbeiter weiterleiten, ganz bequem per E-Mail oder über soziale Medien. Hierzu gehören die weltweit am häufigsten zitierte wissenschaftliche Publikation Nature, die Nature-Titelfamilie und 15 weitere hochwertige wissenschaftliche Titel. Diese Initiative adressiert Wissenschaftler und Studenten an mehr als 6.000 Universitäten und Organisationen auf der ganzen Welt sowie die mehr als 10 Millionen Besuchern der Webseite nature.com. Die Freischaltung der Artikel soll nur zur persönlichen, nicht zur gewerblichen Nutzung dienen. Zur weiteren Förderung der Zusammenarbeit wird in Kürze eine Funktionalität für Anmerkungen zur Verfügung stehen, mit der Leser auch Kommentare und markierten Text an ihre Kollegen weiterleiten können.

2. Zugang für Journalisten und Blogger: 100 Medienkanälen und Blogs auf der ganzen Welt, die über Forschungsergebnisse berichten, die auf nature.com veröffentlicht wurden, können ihre Leser über einen Link zur schreibgeschützten Vollversion eines wissenschaftlichen Originalartikels verweisen und ihnen so Zugang zu tausenden hochwertigen wissenschaftlichen Abhandlungen verschaffen.

In Nature wurden einige der wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse unserer Zeit publiziert, wie beispielsweise über Human Genome, die Struktur der DNA, das Schaf Dolly, die Erfindung des Lasers, die Identifizierung des AIDS-Virus und die Entdeckung des Lochs in der Ozonschicht.

Annette Thomas, CEO von Macmillan Science and Education sagte: "Wir sehen es als unsere Aufgabe, Forschern Zugang zu Informationen zu verschaffen, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen letztlich dabei zu helfen, Entdeckungen zu machen, die die Lebensumstände der Menschen verbessern. In unseren Fachzeitschriften wurde über viele Jahrzehnte hinweg eine ganze Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse von Weltrang produziert. Heute können wir eine neue Möglichkeit präsentieren, mit der diese Erkenntnisse zweckmäßig verbreitet und gemeinsam genutzt werden können. Digital Science, eine unserer innovativen, bahnbrechenden Divisionen, stellt uns die Technologie zur effektiven Lösung eines weltweiten Problems zur Verfügung - die effiziente und legitime Weitergabe von wissenschaftlicher Forschung zum Nutzen aller."

Steven Inchcoombe, CEO der Nature Publishing Group fügte hinzu: "Für den Fortschritt ist es unerlässlich, dass auch andere Nutzen aus der Arbeit von Wissenschaftlern ziehen können. Nature wurde 1869 zu dem Zweck gegründet, Wissenschaftlern eine Möglichkeit zu geben, ihre Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Meiner Meinung nach kann man den Bedürfnissen der Wissenschaft und der Gesellschaft in unserer heutigen, globalen Welt des Internets besser nachkommen. Wir wissen, dass Forscher ihre Arbeit bereits anderen zugänglich machen, jedoch nicht immer auf optimale Weise. Wir versprechen uns von unseren Anpassungen, den Anforderungen der Gemeinschaft besser Rechnung tragen zu können. Wir treffen unsere Entscheidungen stets auf der Basis eines fundierten Ansatzes und führen unser eigenes "Experiment" durch, um herauszufinden, wie Wissen am besten nachhaltig miteinander geteilt werden kann. Wir hoffen, durch unsere Zusammenarbeit mit Autoren, Lesern, Bibliotheken und Journalisten viel daraus zu lernen."

Timo Hannay, Managing Director von Digital Science erklärte: "Wir wissen, dass Forscher bereits Inhalt weitergeben, oft über versteckte Ecken im Internet oder über umständliche, zeitraubende Methoden. Wir von Digital Science verfügen über die Technologie, die Forschern eine sowohl bequeme als auch legitime Alternative zur Verfügung stellt, um Zugang zu den Informationen zu bekommen, die sie benötigen. Zudem ermöglichen wir auch einem breiteren, interessierten Publikum Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen direkt an der Originalquelle."

Die Technologie hinter dieser Initiative wurde von ReadCube entwickelt, einem Portfolio-Unternehmen von Digital Science. Das Unternehmen entwickelt Software, die Forschungsliteratur für Forscher, Institutionen und Verleger leichter zugänglich und zusammengehörig macht. Seine Technologien für Verleger werden bereits von Partnern wie Wiley, der Nature Publishing Group, Karger De Gruyter, der Presseabteilung der Rockefeller University und vielen anderen in Anspruch genommen.

Die Nature Publishing Group hat auch die Richtlinien für die Weitergabe von Inhalten und eine neue Politik zur Unterstützung dieser Initiative zur gemeinsamen Nutzung veröffentlicht. Diese werden in einem Jahr auf Basis der Nutzungsdaten und des Feedbacks der Wissenschaftsgemeinschaft weiter präzisiert werden.

Quelle: ots


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