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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

18.11.2014

Schmelzkleber aus Stärke und Fettsäuren entwickelt


Einen neuartigen Klebstoff entwickeln Chemiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena: Der verbindet nicht nur zuverlässig und schnell beinahe jedes Material. Er ist dazu noch leicht zu handhaben, vollständig biologisch abbaubar und zudem ein reines Naturprodukt. "Aufgrund dieser Eigenschaften ist der Schmelzkleber, der aus Stärke und Fettsäuren besteht, vor allem für die Anwendung im medizinischen Bereich interessant", erläutert Dr. Jana Wotschadlo. So sei er etwa als Knochenkleber oder zum reversiblen Fixieren von Implantaten bestens geeignet, ebenso zur Beschichtung von keramischen und metallischen Implantatmaterialien sowie als Reservoir-Material.

Die Chemikerin und ihre Kollegen vom Kompetenzzentrum für Polysaccharidforschung der Universität Jena präsentierten diesen innovativen Bioklebstoff auf der Fachmesse "Medica", die vom 12.-15. November 2014 in Düsseldorf stattfand. "Für die Industrie entscheidende Produkteigenschaften, wie Schmelztemperatur und Viskosität, lassen sich stufenlos einstellen", betont Dr. Wotschadlo. Die Jenaer Chemiker planen nun ein eigenes Unternehmen zu gründen, das auf den jeweiligen Kundenbedarf und unterschiedliche Anforderungsprofile spezifisch zugeschnittene Schmelzkleber formuliert, für neue Einsatzfelder entwickelt und vermarktet.

Ihr "dextrinova" genanntes Ausgründungsprojekt kann dabei bereits erste Erfolge vorweisen: So ist das Team während des diesjährigen Gründer- und Innovationstages in Jena zum "Gründerchamp 2014" gekürt worden. Derzeit wird "dextrinova" aus dem EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums finanziell gefördert, um den Biokleber zur Marktreife zu entwickeln.

Quelle: Universität Jena




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