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09.10.2014

Physik-Nobelpreis 2014: Blaue Leuchtdiode als neue energieeffiziente und umweltfreundliche Lichtquelle


Große Freude heute im Fachbereich Physik und Elektrotechnik der Universität Bremen: Einer der drei Nobelpreise 2014 für Physik geht an Shuji Nakamura, Professor an der University of California in Santa Barbara und zugleich Honorarprofessor der Universität Bremen. Die Preisträger Nakamura, Akasaki und Amano erhalten die Auszeichnung für ihre Entwicklung von Leuchtdioden (LED), die blaues Licht emittieren. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigt damit die "revolutionäre" Forschung zu "neuen energieeffizienten und umweltfreundlichen Lichtquellen". Der Nobelpreis für Physik ist mit 880.000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Shuji Nakamura gehört seit Jahrzehnten zu den besten Halbleiterphysikern der Welt. Mit seinen Forschungsarbeiten hat er Technikgeschichte geschrieben und die Entwicklung der blauen Optoelektronik entscheidend beeinflusst. Seit 2004 ist er auch Honorarprofessor der Universität Bremen. Seither hält er sich häufig zu Vorträgen und Lehrveranstaltungen in der Hansestadt auf. Mit diesem Engagement für die Bremer Universität bestätigt Shuji Nakamura das hohe internationale Ansehen der Bremer Physiker, besonders mit ihren Forschungsarbeiten über grüne und blaue Laser. "Die Nobelpreis-Auszeichnung ehrt mit der Universität auch den Wissenschaftsstandort Bremen", freut sich Uni-Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter. Professor Jens Falta, Dekan im Fachbereich Physik und Elektrotechnik ergänzt: "Als eine Schlüsseltechnologie mit breitem Anwendungsspektrum in der Kommunikationstechnik - Stichwort Blu-ray - und bei energiesparenden LEDs hat die Optoelektronik unseren Alltag sehr verändert. Unser Kollege Shuji Nakamura hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet."

Professor Nakamura, der heute an der University of California in Santa Barbara forscht und lehrt, hat wie wenige andere Wissenschaftler die Entwicklung der blauen Optoelektronik geprägt. Mitte der 90er Jahre entwickelte er für die japanische Industrie die ersten grünen, blauen und weißen Leuchtdioden auf Galliumnitrid(GaN)-Basis. Damit eröffnete er die Ära der energiesparenden Beleuchtung durch LEDs sowie der umfangreichen Datenspeicherung und -wiedergabe (23 GB disc) mit den kurzwelligen GaN-Laserdioden. Und mit der Realisierung der ersten blauen Leucht- und Laserdioden leitete er weltweit auch eine stürmische Entwicklung auf dem Gebiet der Nitride ein.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen hat Professor Nakamura weltweit zahlreiche Ehrungen und Preise erhalten. Dazu gehören so renommierte Auszeichnungen wie die "Benjamin Franklin Medal in Engineering" (2002), "Millennium Technology Prize" (2006) oder der "Technology & Engineering Emmy Award" (2012). Kontakte zwischen Professor Nakamura und den Bremer Physik-Professoren vom Institut für Festkörperphysik existieren bereits seit Mitte der 90er Jahre. Gemeinsam mit Professor Detlef Hommel hat Nakamura inzwischen neun Fachpublikationen veröffentlicht. Beide halten auch ein gemeinsames Patent.

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Quelle: Universität Bremen




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