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26.09.2014

Forschungsprogramm zu chemischen Reaktionen in Blasenströmungen gestartet


Medikamente, Kunststoffe, Grundchemikalien: Blasenströmungen werden zur Herstellung vieler Produkte aus unserem Alltag eingesetzt - und sie bergen noch viel Potenzial. Von der Technischen Universität Hamburg (TUHH) initiiert, fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit diesem Sommer das Schwerpunktprogramm "Einfluss lokaler Transportprozesse auf chemische Reaktionen in Blasenströmungen". Für das Programm SPP 1740 stellt die DFG insgesamt rund 10 Millionen Euro zur Verfügung. Wissenschaftler forschen an 13 Standorten in Deutschland zu 19 ausgewählten Einzelprojekten. Professor Michael Schlüter, Leiter des Instituts für Mehrphasenströmungen, ist Koordinator des Programms.

Gasbläschen steigen in einer Flüssigkeit auf. Was an ein Glas mit sprudelndem Mineralwasser erinnert, ist ein in der Industrie häufig eingesetzter Reaktortyp - eine Blasensäule. Als Laborapparat, große Technikumssäule oder Anlage mit bis zu 9m Durchmesser und 20m Höhe sind sie in der chemischen Industrie zu finden. An den Grenzschichten der Blasen entstehen beispielsweise durch Oxidation neue Produkte, die Ausgangsstoffe für zahlreiche Gegenstände aus unserem Alltag sind. Da die Dosierung der Blasen schwer kontrollierbar und der Zusammenhang zwischen Strömung und Reaktion noch weitgehend unbekannt ist, entstehen neben dem Zielprodukt auch viele unerwünschte Nebenprodukte. Hierdurch werden derzeit unnötig viele Ressourcen verbraucht und große Mengen Abwasser und Abfall fallen an. Ziel der rund 40 Wissenschaftler ist daher die Aufklärung der Zusammenhänge zwischen Strömung und Reaktion, um künftig nachhaltigere Prozesse gestalten zu können.

—> Weitere Informationen zum DFG-Schwerpunktprogramm

Quelle: Technische Universität Hamburg-Harburg




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