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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

25.09.2014

Neues Infrarot-Trocknungssystem vorgestellt


Mikrosystemtechniker der WHZ haben ein Infrarot-Trocknungssystem entwickelt, das die Herstellung mikromechanischer Bauelemente vereinfacht.

Aushärtbare Kunstlacke, wie zum Beispiel Expoxidharze, kommen in der Mikrosystemtechnik bei der Herstellung mikromechanischer Bauelemente zum Einsatz. Dabei sind diese Lacke aber meistens nur Hilfsstoffe während des Prozesses. Durch spezielle Verfahren können aber auch direkt aus den Lacken selbst mechanische Mikrosysteme gefertigt werden. Eine wesentliche Anforderung bei der Herstellung solcher Strukturen ist dabei eine gleichmäßige Trocknung der Lackschichten sowie ein möglichst geringer Restlösungsmittelgehalt.

Genau an diesem Punkt setzt das neue Infrarot-Trocknungssystem, das Wissenschaftler der Arbeitsgruppe Micro-Electro-Mechanical Systems (AG MEMS) der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) unter Leitung von Prof. Jürgen Grimm entwickelt haben, an. So wird der Trocknungsprozess in dem neuen System gravimetrisch kontrolliert, das heißt, das Verhältnis zwischen Feststoffgehalt und Lösungsmittelgehalt wird durch eine Gewichtsanalyse direkt beim Prozess bestimmt. Dadurch kann der Prozess jederzeit bei einem gewünschten Wert abgebrochen werden. Das verhindert, dass die erzeugten Produkte durch ungleichmäßiges oder übermäßiges Trocknen unbrauchbar werden.

Präsentiert wird das System auf der International Conference on Micro and Nano Engineering 2014 (kurz MNE) in Lausanne.

Quelle: Fachhochschule Zwickau


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