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15.09.2014

Raman-aktivierten Zellsortierung vereinfacht Identifikation zirkulierender Tumorzellen


Für seine Forschungsarbeit zur Detektion und Identifikation von zirkulierenden Tumorzellen in Körperflüssigkeiten ohne Mikroskop wurde Dr. Sebastian Dochow vom IPHT Preis der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lasertechnik (WLT) 2014 ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen 8. International Conference on Photonic Technologies in Fürth.

Die von Sebastian Dochow erforschte Raman-aktivierte Zellsortierung (RACS = Raman activated cell sorting) bietet ein erhebliches Potenzial für die Tumordiagnostik. In einem von Dochow realisierten Chip aus Quarz, wird die aufbereitete Blutprobe injiziert, die Krebszellen mit einem Faserlaser einfangen und mit Raman-Spektroskopie detektiert. Da die Raman-Spektroskopie einen molekularen Fingerabdruck der biologischen Zellen liefert, müssen keine externen Farbstoffe oder Label zur Identifizierung verwendet werden. Dies bringt den Vorteil, dass die Zellen nach der Sortierung weiter verwendet werden können. Da typischerweise nur wenige Krebszellen in einer Million Blutzellen vorhanden sind, werden die vorhandenen Krebszellen vor der Messung über spezielle Verfahren angereichert.

Die Entschlüsselung der molekularen Fingerabdrücke von Krankheiten steht heutzutage weit oben auf der Prioritätenliste biomedizinischer Forschung. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Raman-Spektroskopie sich als biomedizinische Diagnostikmethode bestens eignet. Durch die optische, berührungslose Untersuchungsmethode können Zellen und Gewebe, aber auch Viren und Bakterien, einfach und schnell detektiert werden. Das gewonnene Raman-Spektrum der untersuchten Probe ist so einzigartig wie ein Fingerabdruck, so dass die Probe eindeutig identifiziert werden kann.

Quelle: Institut für Photonische Technologien (IPHT)




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