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10.09.2014

Forschung zum Einsatz von Kohlendioxid als Rohstoff ausgezeichnet


Die Professoren Walter Leitner und Jürgen Klankermayer vom RWTH-Institut für Technische und Makromolekulare Chemie sind die diesjährigen Preisträger des European Sustainable Chemistry Award, ESCA. Die Wissenschaftler werden für ihre bedeutenden Beiträge auf dem Gebiet der katalytischen Umwandlungen von Kohlendioxid ausgezeichnet.

Ihre Forschungsarbeiten zeigen das Potenzial von Kohlendioxid als Rohstoff an der Schnittstelle von Chemie und Energie: "Durch die Reaktion des klimaschädlichen Kohlendioxid mit Wasserstoff, der mit Hilfe erneuerbarer Energie hergestellt werden kann, wird der Zugang zu wichtigen Grundbausteinen der chemischen Industrie möglich", erklärt Walter Leitner. Auch für umweltfreundliche Herstellungsverfahren von pharmazeutischen Produkten konnten die RWTH-Professoren bereits die wirkungsvolle Kombination der beiden Gase zeigen. Damit haben sie einen wichtigen Beitrag geleistet, um die Grundlagen für zukünftige Verfahren zu erforschen, mit denen die Kohlendioxid-Emmissionen gesenkt und gleichzeitig innovative Wertschöpfung gestaltet werden können.

Professor Leitner hat den Lehrstuhl für Technische Chemie und Petrolchemie inne. Gegenstand seiner wissenschaftlichen Arbeiten ist die Katalyseforschung zur Entwicklung nachhaltiger chemischer Prozesse - von den molekularen Grundlagen bis zu reaktionstechnischen Konzepten. "Kohlendioxid spielt dabei als Reaktionsmedium im überkritischen Zustand und als möglicher Rohstoff immer wieder eine zentrale Rolle", sagt er.

Professor Klankermayer ist Juniorprofessor am Institut für Technische und Makromolekulare Chemie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf dem Verständnis der Wirkungsweise von Katalysatoren sowie den Herstellungsverfahren von Treibstoffen und Chemikalien aus Biomasse und damit der Entwicklung einer nachhaltigen, industriellen Chemie.

Mit dem ESCA werden Forscher ausgezeichnet, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Prozesse durch Anwendung chemischer Technologien nach den Prinzipien der Green Chemistry leisten. Sie fördern Innovationen, die die Produktion und Verwendung von chemischen Produkten verbessern und zeigen insgesamt, dass die Chemie eine zentrale Rolle für die Gesellschaft spielt.

Quelle: RWTH Aachen




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