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15.08.2014

Analytik Jena übernimmt ICP-MS-Sparte von Bruker


Die Analytik Jena AG hat die Vertragsunterzeichnung für die Übernahme des ICP-MS-Geschäfts der Bruker Corporation bekannt gegeben. Mit dieser Akquisition, deren Vollzug für September 2014 vorgesehen ist, wird die Analytik Jena AG in den weltweit stark wachsenden Markt der ICP-MS-Technologie - Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma - einsteigen und damit ihr Portfolio im Segment der Atomspektroskopie komplettieren und künftig zu den Anbietern gehören, die alle drei Techniken der Elementspurenanalyse - AAS, ICP-OES & ICP-MS - anbieten.

"Mit der Übernahme des ICP-MS-Geschäfts von Bruker schließen wir eine wesentliche technologische Lücke und werden künftig in der Lage sein, unseren Kunden das komplette Portfolio der Elementanalyse anzubieten. Die Analytik Jena rückt damit näher an die drei großen Top-Wettbewerber heran. Wir sehen mit dieser geplanten Akquisition eine Weichenstellung für die Festigung unserer Marktposition in einem spannenden Wachstumsmarkt ", sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG. "Kurz nach der erfolgreichen Markteinführung unserer ICP-OES-Technologie im vergangenen Herbst haben wir nun den nächsten wichtigen strategischen Schritt beim Ausbau des Produktportfolios in unserem Kerngeschäft mit Analysenmesstechnik vollzogen."

Im Rahmen des Erwerbs wird die Analytik Jena AG das gesamte zum ICP-MS-Produktbereich gehörende Produkt-Know-how, darunter Patente, Lizenzrechte sowie weltweite Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten von Bruker übernehmen. Darüber hinaus wird die Analytik Jena AG den überwiegenden Teil der wissenschaftlichen Mitarbeiter, das Verkaufs- und Applikationsteam und insbesondere die im technischen Support und Service tätigen Mitarbeiter übernehmen. Integriert werden soll das Geschäft in die größte Analytik Jena-Sparte, Analytical Instrumentation.

"Mit dieser Akquisition kann die Analytik Jena künftig auf eine exzellente und weltweit installierte Kundenbasis im ICP-MS-Geschäft zurückgreifen. Damit verschaffen wir uns eine gute Ausgangslage, um einerseits verstärkt in Absatzbranchen vorzudringen, die bisher von uns noch nicht schwerpunktmäßig adressiert wurden. Zum anderen profitieren wir von unserer starken Vertriebspräsenz, etwa im Bereich der Umweltanalytik, der für die ICP-MS das größte Wachstumspotenzial zugesprochen wird", so Berka weiter.

Im vergangenen Jahr 2013 erzielte Bruker mit seinem ICP-MS-Geschäft, welches 2010 von Varian Inc. übernommen wurde, etwa 12 Mio. USD. Der weltweite ICP-MS-Markt wird in den kommenden fünf Jahren mit prognostizierten jährlichen Wachstumsraten von 5,0 bis 8,0 % zu den am schnellsten wachsenden Märkten im Bereich der Spektroskopie gehören. Insbesondere für den wichtigsten Exportmarkt der Analytik Jena AG, China, werden hohe Wachstumsraten erwartet.

Die ICP-MS-Technologie ist eine Analysemethode zur Bestimmung einer Vielzahl von Elementen und aufgrund ihrer Nachweisstärke mittlerweile eines der meist genutzten Verfahren der Spurenelementanalytik. Diese Nachweisstärke wird durch das Ionisieren der Probe mit induktiv gekoppeltem Plasma und unter anschließender Verwendung eines Massenspektrometers erreicht, um die Ionen zu trennen sowie zu quantifizieren. Eingesetzt wird die Methode etwa in der Geochemie, der Materialwissenschaft, der Halbleiteranalyse, bei Lebensmitteltests, der pharma-klinischen Analyse, der Forensik sowie bei Umweltstudien und gehört bei Kunden aufgrund ihrer sehr hohen Empfindlichkeit zu den am weltweit stärksten nachgefragten Technologien.

Quelle: Analytik Jena AG




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