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14.07.2014

Oberflächenveränderungen von Nanopartikeln reduzieren deren gesundheitschädliche Effekte


Nanopartikel können eine Rolle bei der Entstehung allergischer Reaktionen spielen. Durch bestimmte chemische Veränderungen ihrer Oberfläche allerdings lässt sich dieser Effekt reduzieren. Dies haben Wissenschaftler um PD. Dr. Francesca Alessandrini vom Institut für Allergieforschung (IAF) am Helmholtz Zentrum München in einer aktuellen Studie herausgefunden, die im 'International Journal of Nanomedicine' veröffentlicht wurde.

Nanopartikel finden immer neue Anwendungen und sind daher in der Umwelt weit verbreitet, jedoch sind die Effekte auf die Gesundheit, speziell im Zusammenhang mit Allergien, weitgehend unbekannt. Alessandrini und Kollegen haben nun erstmals die Bedeutung von Oberflächenstrukturen der Nanopartikel im Hinblick auf die allergische Sensibilisierung und allergische Entzündung untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass unmodifizierte Silica-Nanopartikel eine proallergische Immunreaktion fördern. Die Wissenschaftler beobachteten eine vermehrte Ansammlung von Entzündungszellen, insbesondere von Th2-Zellen und Typ 2 Makrophagen, im Lungengewebe und in der Folge auch strukturelle Veränderungen in der Lunge.

Interessanteweise konnte dieser gesundheitsschädigende Effekt deutlich reduziert werden, wenn die Oberfläche der Nanopartikel chemisch verändert wurde. Wie die Wissenschaftler berichten, führten Modifikationen mit Amino- und Phosphatgruppen, jedoch nicht mit Polyethylenglykol, zu einer Abschwächung der entzündlichen Reaktion. Das BMBF-geförderte Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag, um künftig gesundheitsschonende Nanopartikel zu entwickeln.

—> Originalpublikation

Quelle: Helmholtz-Zentrum München (HZM)




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