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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.05.2014

Studie belegt Fachkräftemangel in der Chemiebranche


Dem Expertenschwund gilt es durch geeignete Maßnahmen wie eine stärkere Professionalisierung des Recruitings und eine Ausweitung der Weiterbildungsmöglichkeiten entgegenzuwirken.

Die Personalexperten sind sich einig: Bis zum Jahr 2020 wird es in der heimischen Chemieindustrie einen erheblichen Fachkräftemangel geben. Laut einer aktuellen, bundesweiten Studie der BWA Akademie werden in Deutschlands drittgrößter Branche in den nächsten sechs Jahren bis zu 15.000 Fachkräfte fehlen - 41 Prozent der befragten Personalverantwortlichen teilen diese Einschätzung. Die gleiche Prozentzahl geht sogar von einem noch größeren Mangel von bis zu 25.000 freien Fachstellen aus. Der aktuelle BWA-Trendreport: "Arbeitsmarkt und berufliche Herausforderungen 2014 in der Chemischen Industrie" kann per Mail angefordert werden.

Laut BWA-Report sieht die Mehrheit der Chemieunternehmen (73 Prozent) derzeit noch keinen nennenswerten Fachkräftemangel. Für das Jahr 2020 zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild: 79 Prozent der befragten Personalverantwortlichen rechnen bis dahin mit einem erheblichen Expertenschwund. "Sinkende Bewerberzahlen, einhergehend mit dem demografischen Wandel, führen dazu, dass immer mehr Bewerbungen nicht auf das ausgeschriebene Anforderungsprofil passen", betont BWA-Geschäftsführer Harald Müller. Viele Bewerber verfügen nicht mehr über die nötige Fachkompetenz. "Immer öfter kommt es in der chemischen Industrie sogar vor, dass für einzelne ausgeschriebene Positionen überhaupt keine Bewerbungen mehr eingehen."

Der Fachkräftemangel gefährdet laut Müller den Chemiestandort Deutschland. "Daher gilt es, dem Expertenschwund durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken, auch um die Innovationskraft deutscher Chemieunternehmen im globalen Wettbewerb nicht zu beeinträchtigen", fordert der BWA-Geschäftsführer. Zu den Maßnahmen zählt Müller vor allem eine stärkere Professionalisierung des Recruitings und eine Ausweitung der Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem müssen Bildungsbarrieren konsequenter beseitigt, die vorhandenen Fachkräfte stärker an das Unternehmen gebunden und ältere Fachkräfte länger beschäftigt werden.

Quelle: euromarcom public relations


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