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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

08.05.2014

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz durch Textilien mit Sensorfarbstoffen


"Intelligente" Textilien können das Vorhandensein giftiger Gase oder Flüssigkeiten wie Kohlenmonoxid, Ammoniak oder starke Säuren anzeigen. Sensortextilien werden aber auch im Bereich der haut- und umweltschonenden Hygiene eingesetzt.

Die JOANNEUM RESEARCH stellt innerhalb der Forschungsgruppe "Sensorsysteme" von MATERIALS, dem Institut für Oberflächentechnologien und Photonik, Indikatorfarbstoffe für Textilien her, die über Fluoreszenz oder Farbänderung verschiedene chemische oder biologische Reaktionen anzeigen. Konkret heißt das: Ohne Kontakt mit einem (toxischen) Gefahrstoff bleibt ein Labormantel zum Beispiel blau, nach Kontakt mit einem Gefahrstoff wird der Mantel rot und warnt so seinen Träger vor einem giftigen Gas.

Angebracht werden die Sensorfarbstoffe durch ein Bad in wässriger Farbstofflösung. Die so behandelten Textilien sind, ebenso wie unbehandelte, unbedenklich, da der Farbstoff sehr stabil gebunden ist und nicht auswäscht.

"Wir können Sensorfarbstoffe ganz nach dem Bedürfnis eines Kunden herstellen. Das heißt, der Farbstoff muss gezielt einen Gefahrstoff erkennen, sich an die Qualität des Originaltextils anpassen und stabil haften. Zusätzlich können wir maßgeschneiderte optische Messinstrumente anbieten, damit werden präzise Konzentrationsangaben möglich", erläutert Dr. Gerhard Mohr, Projektleiter und Experte für Sensortextilien.

Der nächste Schritt der Forschungsgruppe ist die marktreife Umsetzung des speziellen Know-hows zu intelligenten Produkten gemeinsam mit Wirtschaftspartnern.

Quelle: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft


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