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05.05.2014

Paul-Bunge-Preis für Erkenntnisse zur Weiterentwicklung der Nanotechnologie verliehen


Der Paul-Bunge-Preis geht dieses Jahr an Professor Dr. Cyrus C.M. Mody, Rice University, Houston, Texas. Er wird am 29. Mai im Rahmen der 113. Hauptversammlung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie, der Bunsentagung 2014, in Hamburg verliehen. Der Preis der Hans-R.-Jenemann-Stiftung ist mit 7.500 Euro dotiert und wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker und der Deutschen Bunsen-Gesellschaft gemeinsam vergeben. Er zeichnet Studien zur Historie wissenschaftlicher Instrumente aus.

Mody wird für sein 2011 erschienenes Buch "Instrumental Community - Probe Microscopy and the Path to Nanotechnology" ausgezeichnet. Seine Erkenntnisse über den Beitrag der Rastertunnel- und Rasterkraftmikroskopie zur Weiterentwicklung der Nanotechnologie erregten internationales Aufsehen. Durch eine Analyse der persönlichen Netzwerke jener Wissenschaftler, die sich seit den 1970er Jahren zur Nanotechnologie formierten, zeigt er, dass diese Disziplin sich aus Vertretern ganz unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen heraus bildete. Die neue Technik der höchstauflösenden Mikroskopie beeinflusste also die Wissenschaft und ihre Strukturen: Wissenschaftler verschiedener Forschungsbereiche bildeten eine neue interdisziplinäre Community. Der Aufschwung der Nanotechnologie zog wiederum weitere namhafte Forscher an und brachte der Nanotechnologie messbares Ansehen in Form von Nobelpreisen. Ein sich gegenseitig verstärkender Prozess zwischen technologischer Entwicklung und wissenschaftlichen Netzwerken trug also dazu bei, das attraktive Forschungsfeld der Nanotechnologie voranzutreiben. Das ist eine von Modys Kernaussagen.

"Ich fühle mich sehr geehrt mit diesem angesehenen Preis ausgezeichnet zu werden. Ich bin stolz, mich damit in eine Reihe großer Wissenschaftshistoriker einreihen zu dürfen", so der Preisträger. "Das Buch beschreibt zwar meine Perspektive auf die Geschichte von Nanotechnologie und Mikroskopie, baut aber auf den Erfahrungen der 150 Wissenschaftler auf, die ich interviewen durfte. Es bedeutet mir sehr viel, den Preis von der GDCh und der DBG verliehen zu bekommen - zwei Gesellschaften, die die Vertreter eben jener Community repräsentieren, deren Geschichten ich versucht habe zu rekonstruieren und zu erzählen. "

Cyrus Mody schloss sein Studium der Ingenieurwissenschaften an der Harvard University in Cambridge 1997 mit magna cum laude ab und promovierte 2004 im Fach "Science and Technology" an der Cornell University in Ithaca. Er wirkte in verschiedenen Programmen zur modernen historischen Forschung mit und ist seit 2007 an der Rice University tätig, an der er nun als außerordentlicher Professor im Fachbereich Geschichte unterrichtet und in seinen Vorlesungen die Brücke zwischen Geschichte und Wissenschaft schlägt.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)




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