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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

25.03.2014

Kunststoffanalytik auf der analytica 2014: Optimale Qualitätssicherung dank neuester Entwicklungen


Moderne Werkstoffe und Funktionsmaterialien spielen eine immer größere Rolle in unserem Alltag: von Medizin - über Bedarfsgegenstände bis hin zu industriellen High-Tech-Produkten in der Elektronik- und Automobilindustrie. Die komplexe Werkstoffprüfung und Qualitätssicherung erfordert immer anspruchsvollere Geräte und Methoden. Auf der analytica in München (1.- 4. April 2014) zieht sich das Thema wie ein roter Faden durch das Programm.

Von der Chromatographie und Spektroskopie für die Laboranalyse bis hin zu tragbaren Geräten für die schnelle und zerstörungsfreie Vor-Ort-Messung: Auf der analytica präsentieren mehr als 1.100 internationale Aussteller hierzu ihre neuesten Analysegeräte. "Die chemische Analytik von Kunststoffen ist komplex und qualitativ anspruchsvoll. Neben dem eigentlichen Polymer müssen auch Weichmacher, Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Farbstoffe und viele andere Zusätze untersucht werden", weiß Projektleiterin Susanne Grödl. "Die analytica fokussiert sich mit der Kunststoffanalytik als einem ihrer diesjährigen Schwerpunkte ganz auf die neuesten Entwicklungen und Methoden auf diesem Gebiet."

Qualitative Kunststoffanalytik im Labor

Wer sich einen umfassenden Überblick über die gesamte Palette an analytischen Geräten für die Kunststoffanalytik verschaffen möchte, ist auf der analytica richtig. Neben Instrumenten für die klassische Kunststoffanalytik werden auf der Leitmesse Neuheiten aus dem Bereich Prozesskontrolle und Zubehör von Waagen über Labormühlen bis hin zu Referenzmaterialien und Reagenzien präsentiert. Neben Gerätelösungen von TOP-Anbieter wie Agilent, Axel Semrau, Mettler Toledo, Shimadzu und Bruker werden Systeme wie das LUMIFrac der Firma LUM vorgestellt. Das Gerät wird eingesetzt zur Bestimmung von Haftkräften und Festigkeiten von Kompositwerkstoffen, Schichtverbunden und Fügeteilen. LUMIFrac ist eine analytische Zentrifuge mit Spezialrotor, die acht Proben simultan misst. Dabei wird das zu prüfende Material durch steigende Zentrifugalkraft so lange belastet, bis es schließlich bricht. In Sekundenschnelle sendet die im Rotor platzierte Elektronik alle Daten über Bruchzeiten und -drehzahlen an einen angeschlossenen Rechner, der mit einer Softwarelösung die entsprechenden Bruchkräfte berechnet.

Eine vereinfachte Probenvorbereitung verspricht das Benchtop-NMR-Analysesystem MQC von Oxford Instruments, das am Stand von LOT-Quantum Design präsentiert wird. In der industriellen Qualitätskontrolle lassen sich damit zum Beispiel auch die Gehalte von Weichmachern in PVC bestimmen.

Die Partikelgröße und -form von Pulvern und Schüttgütern können mit der Analysette 28 von Fritsch untersucht werden. Der Partikelanalyzer für die dynamische Bildanalyse arbeitet über eine Hochleistungskamera mit vier leicht auswechselbaren Objektiven. Das Messgerät eignet sich insbesondere für die Qualitätskontrolle im Partikelgrößenbereich zwischen 20 Mikrometern und 20 Millimetern.

Handliche Geräte zur Vor-Ort-Messung im Fokus

Komplexe Werkstoffeigenschaften, vielfältige Einsatzgebiete, gesetzliche Richtlinien, ökologische und ökonomische Gesichtspunkte - die Vielfalt an Kunststoffartikeln auf dem Markt stellt auch hohe Anforderungen an Kontrollbehörden. Für schwer transportable Objekte rücken daher handliche Geräte für die schnelle und zuverlässige Vor-Ort-Messung immer mehr in den Fokus. B&W Tek bietet mit NanoRam eine Lösung, die durch transparente Verpackungen aus Glas oder Kunststoff misst. ColorLite stellt mit ColorLite sph900 und sph860 zwei Möglichkeiten vor, mithilfe derer Farbwerte in Flüssigkeiten, Pulvern und anderen Feststoffen kontrolliert werden können.

analytica Conference garantiert wissenschaftliche Highlights

Nicht verpassen sollten die Besucher der analytica die Vorträge international bedeutender Wissenschaftler auf der analytica Conference, die vom 1. bis zum 3. April im ICM - Internationales Congress Center München stattfindet. Speziell für Kunststoffanalytiker wird es am Mittwoch, 2. April, von 14:30 bis 15:00 Uhr interessant. Hier berichtet Till Gründling über "Tools for the Task - Mastering Challenges in Polymer Characterization by Chromatography Mass Spectrometry" und gewährt Einblicke in den Einsatz von MALDI-MS, LC(/MS), GC(/MS) und Pyrolyseverfahren bei der BASF in Ludwigshafen. Die Teilnahme an der Konferenz ist für Messebesucher kostenfrei.

Qualitätscheck im Live Lab Kunststoffanalytik

Einblicke in die herausfordernde Welt der Kunststoffanalytik können die Besucher im Live Lab in Halle B1 gewinnen. Hier berichten Wissenschaftler und Anwender aus Ihrem Fachgebiet in realer Laborumgebung. Die internationalen Marktführer präsentieren im Live-Betrieb innovative Produkte und Lösungen. Dienstag bis Donnerstag stehen jeweils um 11:00 Uhr, 13:00 Uhr und 15:00 Uhr, am Freitag um 11:00 und 13:00 Uhr, 30-minütige Vorträge auf dem Programm. Darin werden spezifische Applikationen, aktuelle Verfahren und modernste Methoden vorgestellt: Die Teilnehmer erfahren Hintergründe zur Qualitätssicherung sowie zur idealen Probenvorbereitung und wie sich Molekulargewichte bestimmen lassen und thermophysikalische Analysen eingesetzt werden können. Auch moderne Methoden der Blendanalytik, Kurz- und Langzeitbewitterung sowie der Permeationsmessung stehen auf dem Programm.

—> Programm der analytica Conference

Quelle: Messe München GmbH




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