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25.03.2014

Bunsen-Kirchhoff-Preis 2014 für neuartige Photonendichtewellen-Spektroskopie


Am 3. April 2014 erhält Dr. Oliver Reich während der analytica Conference in München den diesjährigen Bunsen-Kirchhoff-Preis. Der Preis wird vom Deutschen Arbeitskreis für Angewandte Spektroskopie in der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker vergeben. Sie zeichnet damit jährlich herausragende Leistungen vor allem jüngerer Wissenschaftler aus Universitäten, Forschungsinstituten oder der Industrie in der analytischen Spektroskopie aus. Gesponsert wird der mit 2.500 Euro dotierte Preis von der Firma PerkinElmer.

Reich leistet mit seiner Arbeit auf dem Gebiet der Photonendichtewellen(PDW)-Spektroskopie international anerkannte Pionierarbeit. Die neuartige PDW-Spektroskopie ermöglicht es erstmals, die Lichtausbreitung in hochgradig trüben Flüssigkeiten zu betrachten, in denen die optische Spektroskopie aufgrund der gleichzeitig auftretenden Streuung und Absorption erschwert ist. So lassen sich mit der PDW-Spektroskopie Dispersionen, also Gemische, in denen ein Stoff in einem anderen Stoff nur fein verteilt und nicht gelöst ist, optisch hochpräzise charakterisieren und nützliche Informationen über den Zustand der dispergierten Teilchen vom Mikrometer- bis in den Nanometerbereich gewinnen. Reichs PDW-Spektroskopie bietet das Potenzial, physikalische und chemische Prozesse in Echtzeit zu verfolgen. Beispiele sind enzymatische Reaktionen, Synthesen von Nano- und Mikropartikeln oder die Untersuchung des Temperatureinflusses auf Milchprodukte. Reich hält ein kürzlich erteiltes Europäisches und US-amerikanisches Patent zum Verwertungsschutz der PDW-Technologie.

Reich studierte Chemie an der Universität Erlangen-Nürnberg und wurde aufgrund seiner herausragenden Leistungen durch das Bayrische Höchstbegabtenstipendium gefördert. Seinen Abschluss als Diplom-Chemiker erlangte er 1999. In der anschließenden Promotion beschäftigte er sich bereits mit den Grundlagen und Anwendungen der PDW-Spektroskopie. Seit 2009 ist Reich Leiter der Nachwuchsgruppe "Innovative Fasersensorik" und Teammitglied des Gemeinschaftsvorhabens "Innovative faseroptische Spektroskopie und Sensorik (innoFSPEC)" des Leibnitz-Instituts für Astrophysik Potsdam und des Arbeitskreises der Physikalischen Chemie der Universität Potsdam.

—> Originalpublikation

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)




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