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04.02.2013

Mobiles Hightech-Messgerät ermittelt Feinstaubemission


Holzöfen erleben seit einigen Jahren einen Nachfrageboom. Doch beim Verbrennen von Biomasse wie Pellets, Holzscheiten und Holzbriketts wird gesundheitsschädigender Feinstaub freigesetzt. Seit März 2010 gelten daher neue Grenzwerte zum Feinstaubausstoß für Kaminöfen. Forscher vom Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin ITEM in Hannover haben gemeinsam mit der Vereta GmbH und dem Institut für Mechanische Verfahrenstechnik der TU Clausthal ein handliches System entwickelt, das die Staubemission exakt ermittelt: Der Feinstaubmesskoffer inklusive Messlanze ist das erste mobile Gerät, das die Messungen direkt im Abgasrohr vornimmt, die Messwerte bei laufendem Betrieb anzeigt und dokumentiert. Nach einer zweijährigen Probephase bei Schornsteinfegern hat das System die TÜV-Prüfung nach DIN 4206 bestanden und erfüllt somit die gesetzlichen Vorgaben nach der Bundesimmissionschutzverordnung (BlmSchV).

Um die Feinstaubkonzentration zu messen, muss der Fachmann lediglich die Probenahmesonde beziehungsweise die Messlanze in das Ofenrohr stecken. Die Sonde saugt das Abgas ab, das an der Probenahmespitze mit aufbereiteter Luft verdünnt und in einer Konditioniereinheit abgekühlt wird. Das Abgas wird dann durch zwei auf unterschiedlichen Messverfahren basierende optoelektronische Sensoren geleitet: dem vom ITEM entwickelten Aerosolstreulichtphotometer und dem Aerosolphotoemissions-Messgerät der TU Clausthal. Ein Algorithmus kombiniert die elektrischen Signale beider Sensoren. Der Koffer wiegt 14 Kilogramm und ist in weniger als drei Minuten einsatzbereit.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft




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