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10.10.2013

Neuen Sensor zur Blutanalyse für die schnelle und preiswerte Diagnose von Krankheiten


Malaria-Diagnose mit dem Smartphone, das ist kurz gesagt das Ziel eines neuen Jülicher Forschungsprojekts. Die Wissenschaftler arbeiten an einem Sensor, mit dem sich Blut direkt vor Ort schnell und preiswert - zum Beispiel auf Infektionen - untersuchen lässt. Sie erhalten für das Projekt Zuwendungen aus dem Helmholtz-Validierungsfonds. Mit diesem Förderinstrument unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die wirtschaftliche Verwertung.

Unter dem Namen LIVECheck entwickeln Jülicher Forscher derzeit ein neues Diagnose-Werkzeug für Blutuntersuchungen. Herzstück sind Sensoren aus leitfähigen Tinten, die biochemische Tests (Immunoassays) ermöglichen. Sie liefern elektronische Signale, die sich direkt vor Ort mit einem Smartphone auslesen lassen sollen. Ein entscheidender Schritt ist nun, den Herstellungsprozess der Nano-Sensoren mit einem automatisierten Druck-Verfahren aufzubauen.

Die Produktionskosten sollen dann geringer sein als bei derzeitigen Diagnoseverfahren. Zudem ist ein mobiler Einsatz möglich in Gegenden, in denen keine medizinische Infrastruktur zur Verfügung steht, wie in Entwicklungsländern oder entlegenen Gebieten. LIVECheck könnte daher als Prototyp für Sensoren für unterschiedliche Krankheitsbilder beispielsweise Malaria dienen. Neben der Diagnose der Infektionen lassen sich auch deren Verlauf oder physiologische Parameter kontrollieren und so eine Therapie anpassen.

Das Projekt-Team erhält für die Fortführung seiner Arbeit in den kommenden zwei Jahren bis zu 600 000 Euro aus dem Validierungsfonds und den Mitteln des Forschungszentrums Jülich.

Quelle: Forschungszentrum Jülich




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