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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.01.2013

Neue GESTIS-DNEL-Datenbank zu Expositionshöhen chemischer Stoffe vorgestellt


Nach der europäischen Chemikalienverordnung REACH muss der Hersteller für die Registrierung von Stoffen nach der REACH-Verordnung Beurteilungsmaßstäbe angeben, an denen sich die Schutzmaßnahmen orientieren. Abgeleitete Expositionshöhen, unterhalb derer ein Stoff die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigt, bezeichnet man als "Derived No-Effect Levels" (DNEL).

Die GESTIS-DNEL-Datenbank macht DNEL-Werte mit Arbeitsplatzbezug verfügbar, die von Herstellern und Importeuren eigenverantwortlich aufgestellt und von der europäischen Chemikalien-Agentur ECHA zunächst ungeprüft veröffentlicht wurden. Zu jedem Stoff sind zusätzlich Grunddaten zur Identifikation (Synonyme, Indexnummern, Formeln) sowie ein Link zu weiteren Stoffdaten der GESTIS-Stoffdatenbank aufgeführt.

Das Gefahrstoffinformationssystem GESTIS enthält derzeit DNEL-Werte für Arbeitnehmer (lokale und/oder systemische Effekte bei inhalativer Langzeitexposition) zu ca. 1000 Stoffen. Die Liste wird sukzessive ergänzt, auch durch DNEL-Werte aus Sicherheitsdatenblättern. Sind zu einem Stoff unterschiedliche DNEL-Werte veröffentlicht, werden sie unbewertet nebeneinander angegeben.

Die Nutzer erhalten damit einen Überblick über bisher publizierte DNEL-Werte, die für die inhalative Langzeitexposition am Arbeitsplatz angegeben wurden. Diese können zur Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen herangezogen werden, z. B. für die Festlegung von Schutzmaßnahmen sowie zur Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen. Maßgeblich hierfür sind die DNEL-Werte, die der Lieferant im Sicherheitsdatenblatt dem nachgeschalteten Anwender mitteilt.

—> GESTIS-DNEL-Datenbank

—> Weitere Informationen zu DNEL-Werten

Quelle: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung




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