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13.09.2013

Unternehmen bangen um "Made in Germany" Kennzeichnung


Ein aktueller Gesetzesentwurf der Europäischen Kommission verpflichtet Hersteller Verbraucherprodukte entsprechend des Ursprungs zu kennzeichnen. Der Branchenverband SPECTARIS sieht dies mit großer Sorge, da das Gesetz für die exportstarken Mittelständler eine große bürokratische Last darstellen würde.

"Der erwünschte Effekt - Verbraucherschutz und Produktsicherheit - ergibt sich nicht aus einer Ursprungskennzeichnung nach zollrechtlichen Kriterien. Für die SPECTARIS-Unternehmen ist die Qualität ihrer Produkte ein höchst wichtiges Anliegen", so SPECTARIS-Geschäftsführer Tobias Weiler. Die Qualität sei gewährleistet durch ein sorgfältiges und dokumentiertes Qualitätsmanagement bei Produktion, Verkauf und After-Sales-Service. "Die Produktsicherheit fängt vor allem bei der Produktentwicklung an - ein wichtiges Kriterium wie auch Design und Qualitätsstandards, die allerdings bei der Ermittlung des zollrechtlichen Ursprungs keine Rolle spielen", so Weiler.

"Made in Germany" steht im Ausland für Qualität und technische Raffinesse. Diese Aspekte sind vor allem Teil der Produktentwicklung, weniger des Produktionsstandortes. Wenn ein europäisches Unternehmen aufgrund der zollrechtlichen Kriterien ein Produkt mit einem anderen Ursprung als Deutschland markieren müsste, wäre in dieser Warenmarkierung nach zollrechtlichen Kriterien nicht enthalten, dass gerade für die Produktsicherheit wichtige Prozesse wie Produktentwicklung, Design, technischer Vorsprung, hochwertige Verarbeitung und Qualitätsmanagement nach deutschen Qualitätskriterien durchgeführt wurde. Dies wäre für den Verbraucher so nicht deutlich. Fällt die Markierung "Made in Germany" weg, bedeutet dies einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber den ausländischen Wettbewerbern.

SPECTARIS spricht sich deswegen deutlich gegen die in Artikel 7 der Produktsicherheitsverordnung verlangte Markierung aus und fordert die Streichung des Artikels.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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