Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

11.09.2013

Adolf-von-Baeyer-Denkmünze für Klaus Müllen


Professor Klaus Müllen, Direktor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz, wurde mit der Adolf-von-Baeyer-Denkmünze von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) auf dem Wissenschaftsforum Chemie in Darmstadt ausgezeichnet. Müllen erhielt die Auszeichnung auf der Eröffnungsveranstaltung des von der GDCh ausgerichteten Forums am 1. September. Die Gesellschaft würdigt damit Müllens herausragende wissenschaftliche Beiträge zur organischen Chemie, zur Polymerchemie und den Materialwissenschaften, so die Begründung.
Die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze wurde 1910 von dem Industriellen und Chemiker Carl Duisberg zu Ehren seines Lehrers Adolf von Baeyer gestiftet, der 1905 unter anderem für die Synthese von Indigo den Nobelpreis für Chemie erhielt. Seither wird die Denkmünze an Wissenschaftler vergeben, die sich entscheidend um die chemische Forschung verdient gemacht haben.

Klaus Müllen gilt als meistzitierter Chemiker Deutschlands und hat mit seinen Arbeiten den wissenschaftlichen Fortschritt maßgeblich vorangetrieben. Mit etwa 1.500 veröffentlichten Artikeln in führenden Fachzeitschriften und zahlreichen Patenten gilt er als Initiator eines regen wissenschaftlichen Austauschs. Als Hochschullehrer und später als Direktor des MPI-P hat er mit seinen Grundlagenforschungen Impulse für praktische Entwicklungen gesetzt. Zu nennen sind etwa die Synthese und Charakterisierung polycyclischer Aromaten und funktionaler Fluoreszenzfarbstoffe oder verschiedene Wege der Graphengewinnung, mit denen Müllen eine Tür zur Nano-Elektronik der Zukunft geöffnet hat.
Neben seiner Forschertätigkeit engagiert er sich für die Belange seines Berufstandes, etwa als Präsident der GDCh (2008/2009).

Zu den Preisen und Ehrungen, mit denen Klaus Müllen bisher ausgezeichnet wurde, zählen unter anderem der Philip Morris Forschungspreis (1997), der Preis der japanischen Gesellschaft für Polymerwissenschaft (2009) sowie im Jahr 2011 der international renommierte Preis der Amerikanischen Gesellschaft für Chemie (ACS). 2013 wurde Müllen in den erlauchten Kreis der American Academy of Arts & Sciences aufgenommen.

Quelle: Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P)




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: