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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

11.09.2013

Detektionverfahren für kleinste Platinmengen


Bei dieser Arbeit ging es darum, extrem kleine Mengen Platin zu detektieren, die sich bei einer elektrochemischen Behandlung von der Platin-Elektrode ablösen. Diesen Vorgang genau zu verstehen und Bedingungen zu finden, bei denen sich möglichst wenig Platin löst, spielt z.B. bei der Entwicklung von Brennstoffzellen eine wichtige Rolle. Brennstoffzellen sollen in naher Zukunft klassische Automotoren ersetzen. Für den Betrieb von Brennstoffzellen sind sogenannte Elektrokatalysatoren nötig, die Elektroden aus Platin enthalten. Platin ist ein sehr teures Edelmetall, welches sich trotz der hohen Kosten am besten für diese Anwendung eignet. Herauszufinden, wie man dieses Edelmetall vor der Auflösung schützt, ist somit ein wichtiger Schritt für die Verwendung alternativer Energiequellen. Besonders an der Untersuchung von Topalov ist, dass er mit seinem Versuchsaufbau in Echtzeit untersuchen kann, wie viel Platin sich unter welchen Bedingungen ablöst. Dies geschieht, indem er eine sogenannte Rasterdurchflusszelle an ein Massenspektrometer koppelt.

In seiner Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Eisenforschung forscht Topalov auf dem Gebiet der Elektrokatalyse. Er hat erfolgreich das Verfahren entwickelt, um die Rasterdurchflusszelle mit der Massenspektroskopie zu koppeln und so die Auflösungen von Metallen in winzigen Mengen in Echtzeit zu detektieren. Im Anschluss erforscht er mit dem neuen Versuchsaufbau, wie sich polykristallines Platin bei verschiedenen elektrochemischen Bedingungen verhält.

Die Fachgruppe Angewandte Elektrochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker verleiht den Förderpreis auf dem Gebiet der Angewandten Elektrochemie für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit (Promotionsarbeit oder wissenschaftliche Veröffentlichung). Die Arbeit soll in den letzten drei Jahren entstanden und der Preisträger nicht älter als 30 Jahre sein. Die Auszeichnung ist verbunden mit einer Verleihungsurkunde und einem Preisgeld von 1.000,-- Euro, das von der BASF gestiftet wird.

Quelle: Max-Planck-Institut für Eisenforschung (MPIE)




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