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29.08.2013

Fresenius-Preis für Torsten C. Schmidt


"Wie würde unser Leben ohne Analytische Chemie aussehen? Ziemlich anders", sagt Prof. Dr. Torsten C. Schmidt. "Man braucht sie, um beispielsweise Lebensmittel und Medikamente herzustellen und zu kontrollieren, um Schadstoffe zu messen, neue medizinische Verfahren zu bewerten und - ganz allgemein - die Qualität vieler Dinge im Alltag zu sichern." Schmidt forscht an der Universität Duisburg-Essen (UDE) und bekommt nun für seine vielen Aktivitäten, dieses wichtige Fachgebiet zu fördern, den Fresenius-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Die Verleihung ist am 3. September in Darmstadt.

Seit 2006 ist der 45-Jährige Professor für Instrumentelle Analytische Chemie an der UDE. Außerdem ist er Vorsitzender des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) und einer von fünf Wissenschaftlichen Leitern im IWW Zentrum Wasser in Mülheim, einem An-Institut der Uni.

Schon als Student hatten Schmidt Umweltchemie und Wasseranalytik interessiert. Die Begeisterung hält bis heute an. "Es ist ein sehr spannender Bereich; wir untersuchen viele Fragen, die von grundlegendem wissenschaftlichen Interesse, aber auch relevant für die Praxis sind. So geht es beispielsweise darum, mithilfe chemischer Prozesse solche Schadstoffe aus Wasser und Abwasser zu entfernen, die bislang in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Arzneimittelrückstände etwa", erklärt der Professor. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich außerdem mit Kohlenstoff-Nanomaterialien, von denen sich die Industrie viel verspricht. Hier interessiert die Forscher die Wechselwirkung mit anderen Stoffen.

"Die Bedingungen für unsere Projekte sind ausgezeichnet", freut sich Schmidt nicht nur über die bestens ausgestatteten Labore. "Hier an der UDE gibt es gleich zwei Analytik-Lehrstühle - das ist an Unis sehr selten. Beide arbeiten eng zusammen, so dass wir einen deutschlandweit beachteten Schwerpunkt etablieren konnten."

Das stellte denn auch die GDCh bei der Begründung für die Auszeichnung heraus: Sie lobte Schmidts "exzellentes wissenschaftliches Profil" und betonte, dass er die Analytik in der Metropole Ruhr gestärkt habe, an der UDE die Wasser-Studiengänge mittrage, Konferenzen wie 2013 die ANAKON in Essen organisiere und sich in wichtigen Gremien einbringe. So ist Schmidt derzeit u.a. Vorsitzender der Wasserchemischen Gesellschaft, der ältesten Fachgruppe in der GDCh.

Quelle: Universität Duisburg-Essen




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