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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

03.01.2013

Schnelldiagnostik mit Hygienetüchern


Winterzeit ist Erkältungszeit. Die Nase ist verstopft, der Hals kratzt, die Stirn ist heiß: Ist dies nur eine Erkältung oder eine Virusgrippe? Welche Medikamente helfen wirklich? Oftmals werden virale Infekte auf Verdacht mit Antibiotika therapiert, denn nicht immer kann ein Arzt sofort unterscheiden, ob eine bakterielle oder eine virale Infektion vorliegt. Eine Schnelldiagnostik zur Auswahl der wirksamsten Medikation steht in der Arztpraxis noch nicht zur Verfügung. Das Projekt "Das Taschentuchlabor - Impulszentrum für integrierte Bioanalyse" hat daher zum Ziel, ein diagnostisches System zu entwickeln, das einen unmittelbaren Nachweis relevanter Erreger ermöglicht: in Arztpraxen, in Einrichtungen, die hohe hygienische Standards einzuhalten haben, wie gastronomische Einrichtungen oder Krankenhäuser, oder sogar zu Hause.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in Potsdam koordinieren das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Programm "Spitzenforschung und Innovation für die neuen Bundesländer" gefördert wird. Über 30 Partner aus 14 Institutionen sind beteiligt. Konkret sollen molekulare Strukturen zur Erkennung von Erregern über Polymere in Gegenstände des täglichen Bedarfs, wie beispielsweise Hygienetücher, eingebunden werden - zusammen mit einer für das Auge sichtbaren Signalgebung. Weltweit stellt das Projekt die einzige Initiative dar, in der die Polymerforschung mit der Infektionsforschung verbunden wird.

—> Das Taschentuchlabor

Quelle: idw/Fraunhofer-Gesellschaft




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