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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

28.06.2013

Raman-Detektor erkennt Biomoleküle, chirale Komponenten und Verunreinigungen in analytischer und präparativer HPLC


Die Kombination eines Raman-Detektors mit etablierten Life Science Trenntechnologien wie der Hochleistungs-Flüssigchromatographie (High Performance Liquid Chromatography, HPLC) ermöglicht die spezifische Detektion von chemischen Gruppen, die mit herkömmlichen Detektoren wie RI oder UV nicht aufgelöst werden können.

Anwendungsbeispiele sind chirale Moleküle oder Verunreinigungen spezieller Fraktionen nach HPLC Trennung. Die Raman-spezifische Detektion chemischer Gruppen ermöglicht so auch die Auftrennung verschiedener Oligomeren oder Agglomerationen von Biomolekülen. Auch elementspezifische Detektoren für Phosphor (z.B. für Phospholipide) und Schwefel können mit HPLC verbinden werden. Die Möglichkeit, verschiedene funktionelle Gruppen eines Moleküls zu detektieren, gestattet Messungen auch unter verschiedenen Bedingungen, wie z.B. verschiedene Lösungsmittel oder Gemische. Dadurch können dann auch spezifische Wechselwirkungen (intra- und intermolekular) erkannt werden.

Aufgrund der höheren Konzentrationen und des verbesserten Signal-Rausch-Verhältnisses können für präparative HPLC besonders robuste und einfache Raman-Detektoren gebaut werden. Eine Anbindung eines Raman-Detektors an eine präparative HPLC erlaubt es, die Fraktionen nach der tatsächlichen Trennleistung im Einzelfall schneiden zu können und nicht auf vorgegebene Retentionszeiten angewiesen zu sein, die sich bei herausfordernden Molekülen aufgrund von Agglomerationen, einem anderen Verunreinigungsprofil oder auch dem Alter der Säulen ändern können. Über eine online Raman-Detektion kann die Einsatzdauer von HPLC Säulen verlängert werden. Angesichts der hohen Investitionskosten für die Säulen macht sich die Anbindung eines Raman-Detektors in diesem Fall besonders schnell bezahlt.

Erster Schritt zur Einführung einer Raman-HPLC Anbindung sind detaillierte Untersuchungen der zu untersuchenden Produkte mittels Raman Mikrospektroskopie. Daran anschließend werden die erforderlichen Messparameter über Untersuchungen an bestehenden Raman-HPLC Anlagen mit verschiedenen Raman-Detektoren unterschiedlicher Empfindlichkeit bestimmt. Zusammen mit Kooperationspartnern mit langjähriger Erfahrung im Gerätebau können passgenaue robuste Raman Detektionssysteme und Messzellen aufgebaut werden, die sich im industriellen Einsatz bewähren. Mit diesem Vorgehen wird die bezüglich Leistung und Kosten optimale Lösung für die Anbindung eines Raman-Detektors an analytische oder präparative HPLC Säulen des Kunden ermittelt.

Quelle: AViSpectro TGU




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