Unsere Seite auf

Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

17.05.2013

Freier Zugang zu Forschungsdaten


Forschende sollen ihre Daten künftig frei zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Empfehlung eines Expertengremiums europäischer Wissenschaftler liegt nun vor.

Im Februar trafen sich auf Initiative von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft einschlägige Experten aus ganz Europa und Vertreter aus der Europäischen Kommission und der ERCEA (Executive Agency der ERC) im Brüssel-Büro der Leibniz-Gemeinschaft, um Empfehlungen hinsichtlich einer Policy für die Veröffentlichung von Forschungsdaten im Open Access zu erarbeiten.

Offener Zugang zu Forschungsinformationen ist einer der Grundsätze des EU-Programms Horizon 2020. Der Zugang zu Publikationen ist bereits auf nationaler Ebene auf der Agenda angelangt, ein entsprechender Gesetzesentwurf zu Zweitverwertungsrechten von Publikationen wird gerade diskutiert. Die gleiche Open-Access-Strategie für Forschungsdaten, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden, ist jedoch noch im Ideenstadium.

Um auch diesen wichtigen Schritt in die Wege zu leiten, diskutierten Prof. Klaus Tochtermann von der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und Prof. York Sure-Vetter von GESIS mit namhaften internationalen Experten über die Definition von Forschungsdaten, in welchen Bereichen von Horizon 2020 ein öffentlicher Zugang gefördert werden soll und wo die Grenzen liegen. Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda war die Etablierung einer Kultur das Data Sharings und wie Wissenschaftler vom Benefit einer Open-Access-Strategie für ihre Daten überzeugt werden können.

Als Ergebnis der Expertenrunde liegen nun der Europäischen Kommission Empfehlungen für sechs Handlungsfelder vor. Zu diesen Handlungsempfehlungen zählen unter anderem verpflichtende Datenmanagementpläne vor allem für Vorhaben aus den Förderbereichen "Excellent Science" und "Joint Research Center" (JRC), Empfehlungen zu den Rahmenbedingungen wie Erarbeitung verschiedener Geschäftsmodelle für die Lizenzen, eine Embargofrist von 12 Monaten und die Hinterlegung der Daten in ausbaufähigen Repositorien. Zudem sollen Wissenschaftler mit Hilfe spezieller Datenmanagement-Trainings an die Kultur des Datenteilens herangeführt werden.

Die Vorschläge wurden von DG Connect, der Abteilung für die Digitale Agenda der EU-Kommission, sehr begrüßt. Weitere Treffen und eine detaillierte Ausarbeitung der Vorschläge werden folgen.

—> Weitere Informationen

Quelle: Leibniz-Gemeinschaft




—> alle Nachrichten dieser Firma

Abonnieren:

Empfehlen: