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14.11.2012

Europäisches Forschungsprojekt für mehr Effizienz in der Bioprozesstechnik


Unter der Leitung von Marcelo Fernandez-Lahore, Professor of Biochemical Engineering an der Jacobs University, forschen 16 Partner aus Forschung und Industrie daran, die Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und Wirkkraft der Bioprozesstechnik in der biopharmazeutischen Industrie zu verbessern. Die EU fördert das Projekt INTENSO (Mastering Integration and Intensification of Bioprocesses) mit insgesamt 7.1 Millionen Euro. Das Forschungsprojekt soll die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen biotechnologischen Industrie erhalten und ausbauen und dabei helfen, bezahlbare Biomedizin für eine breite Öffentlichkeit bereitzustellen.

In den nächsten viereinhalb Jahren wollen die an INTENSO beteiligten Forscher die Effizienz von Herstellungsprozessen biosynthetischer Produkte und die anschließende Isolierung dieser Stoffe aus Nährlösungen und Zellkulturen signifikant verbessern. Diese sogenannten nachgeschalteten Bioprozesse sind bisher ein Engpass in der biotechnologischen Herstellung von Medikamenten. Solche Medikamente sind zum Beispiel Blutfaktoren, Hormone, Interferone (Proteine des Immunsystems), Impfstoffe, monoklonale Antikörper und therapeutische Enzyme, die verwendet werden um chronische oder lebensbedrohliche Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose, Diabetes oder virale Infektionen, wie eine chronisch verlaufende Hepatitis B, zu behandeln.

Biopharmazeutische Produktionsschritte sind bisher noch ungenügend effizient und die Wissenschaftler wollen die Schwachstellen identifizieren und ausräumen. Die Forscher arbeiten an integrativen Strategien und ihr Ziel ist es beispielsweise einige konventionelle Produktionsschritte durch einen einzigen zu ersetzen. Die neuen Technologien sollen auch die Nachhaltigkeit verbessern, indem sie den Energie- und Wasserverbrauch drosseln.

"Die Lösungen, an denen wir arbeiten, werden auf interdisziplinärer Forschung beruhen, die unter anderem Ingenieure, Biologen und Chemiker einbindet. Wir wollen die existierende Biotechnik verbessern, besonders mit Blick auf kommende Produkte wie pDNA Impfstoffe oder 'Virus Like Particles' (VLPs), die auch eine Grundlage für neuartige Impfstoffe bieten", so Fernandez-Lahore.

Quelle: Jacobs University Bremen




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