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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

10.10.2012

Konferenz-Rückblick: Neuntes Confocal Raman Imaging Symposium


Die weltweite Raman Imaging Community traf sich am 26. und 27. September beim neunten Confocal Raman Imaging Symposium in Ulm, um die neuesten Entwicklungen der Branche zu erörtern. Im Blickpunkt standen dieses Jahr vor allem die neuesten Anwendungsmöglichkeiten der hochauflösenden Raman Mikroskopie in der pharmazeutischen Forschung und in den Material-, Geo-, und Biowissenschaften.
Der Eröffnungsvortrag von Prof. Sebastian Schlücker von der Universität Osnabrück zu den Grundlagen der Raman Spektroskopie und deren Anwendung in der Mikroskopie gab einen sehr guten, interaktiven Überblick über die klassische und quantenmechanische Beschreibung des Raman Effekts und dessen Bedeutung für das Raman Imaging. Die besonderen Anforderungen für hochempfindliches und beugungsbegrenztes Raman Imaging hinsichtlich einer optimierten Gerätekonfiguration wurden danach von Dr. Olaf Hollricher, WITec Geschäftsführer R&D, beleuchtet. Dr. Thomas Dieing, WITec Direktor Customer Support, unterstrich in seinem Vortrag zu den Kombinationsmöglichkeiten der Ramanmikroskopie mit Techniken der strukturellen Oberflächenanalysen die Notwendigkeit einer modularen Geräteplattform, um näher auf die TrueSurface und die Rasterkraft-Mikroskopie einzugehen.

Im ersten anwendungsbezogenen Vortrag ging Dr. Thomas Beechem von den Sandia National Laboratorities, USA, auf die Analyse von Materialspannungen und Wechselwirkungen zwischen einzelnen Schichten von Bilayer-Graphene ein. Dr. Juan Romero vom CSIC, Madrid, Spanien erläuterte die Bedeutung keramischer Materialien für das alltäglichen Leben und die Hochtechnologie und zeigte verschiedene Beispiele auf, wie die Raman Mikroskopie für die die Untersuchung und Charakterisierung von keramischen Materialien nützlich sein kann. Über die Vorteile der chemischen 3D Analysen konnte Dr. Barbara Cavalazzi von der Universität Johannesburg, Südafrika, berichte, die sie vor allem für die Analyse von fossilen Spuren des Lebens auf der Erde einsetzt. Welche Bedeutung das markierungsfreie Raman Imaging für die Biowissenschaften hat, konnte Dr. Diedrich Schmidt von der North Carolina A&T State University, USA, anhand von Einzelzelluntersuchungen aufzeigen. Dr. Klaus Wormuth von der Universität Köln beleuchtete die Anwendung der Raman Mikroskopie an pharmazeutischen Polymer-Schichten, um ein verbessertes Verständnis von Drug-Delivery Systemen zu erhalten. Im Weiteren konnte Dr. Maike Windbergs von der Universität Saarbrücken zeigen, wie erfolgreiche Wirksysteme für pharmazeutische Anwendungen charakterisieren werden können. Im Vordergrund standen dabei Ergebnisse, die mit der neuen TrueSurface Mikroskopie aufgenommen wurden.

Die Poster Session wurde von Dr. Dieter Fischer vom Leibniz Institut für Polymer-Forschung Dresden eröffnet. Sein Beitrag zum temperaturabhängigen Raman Imaging an Polymer-Gemischen wurde unter den eingereichten Poster Abstracts als Plenarvortrag ausgewählt. In der anschließenden Poster Session mit fast 20 Beiträgen konnten die Teilnehmer intensiv ihre eigenen Forschungsergebnisse diskutieren. Die Poster Session war sehr gut frequentiert, und die Qualität der Beiträge wurde gelobt.

Beim abendlichen Dinner Talk referierte Prof. Fernando Rull von der Universität Valladolid über das Raman Spektrometer der europäischen ExoMars 2018 Mission und die Begleitforschung zur Konstruktion der weltraumtauglichen Gerätekonfiguration.

Am zweiten Tag standen die praktische Anwendung und die Handhabung der Geräte im Vordergrund. Im WITec Applikationslabor konnten die Teilnehmer bei Live-Demos unterschiedlicher Gerätekonfigurationen unter anderem erleben, wie 3D Raman Imaging mit AFM kombiniert oder an großen Proben topographisches Raman Imaging durchgeführt werden kann. Auch die notwendige Auswertesoftware wurde ausführlich präsentiert.

Zusammenfassend betrachtet konnten die Teilnehmer bei der Veranstaltung ein breites Spektrum an aktuellem Wissen zum Raman Imaging mitnehmen. Nicht wenige zeigten sich von dem hohen wissenschaftlichen Anspruch des Symposiums begeistert.

Quelle: WITec GmbH




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