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27.07.2012

Schweizerischer Nationalfonds SNF investiert seit 60 Jahren in Forschende und ihre Ideen


Am 1. August 2012 kann der Schweizerische Nationalfonds (SNF) auf 60 Jahre Engagement für die Forschung zurückblicken. Gegründet 1952 aus der Besorgnis, dass die Schweizer Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg ins Mittelmaß absinken könnte, fördert der SNF heute jährlich über 8.000 herausragende Wissenschaftler. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

In den 60 Jahren seiner Förderungstätigkeit konnte der SNF insgesamt über 11 Milliarden Franken in wissenschaftliche Forschung investieren. In diesem Zeitraum hat er mehr als 70"000 Gesuche in der Projekt- und Karriereförderung beurteilt und über 20.000 jungen Wissenschaftlern mittels Stipendien einen Forschungsaufenthalt im Ausland ermöglicht. Unter den vom SNF Geförderten sind spätere Nobelpreisträger wie der Biophysiker Kurt Wüthrich (ETH Zürich) und der Biomediziner Rolf Zinkernagel (Universität Zürich). Seit 1975 hat der SNF zudem rund 70 vom Bundesrat in Auftrag gegebene Nationale Forschungsprogramme (NFP) zur Lösung dringender Probleme von nationaler Bedeutung lanciert und diese mit über 660 Millionen Franken finanziert. Für die seit 2001 geschaffenen 28 Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) zur Stärkung der Forschungsstrukturen hat er in den ersten zehn Jahren weitere rund 627 Millionen Franken bereitgestellt.

Zahlen & Fakten im historischen Vergleich

Zu Beginn seiner Förderungstätigkeit 1952/1953 stellten Bundesrat und Parlament dem SNF ein Jahresbudget von rund 4 Millionen Franken zur Verfügung. 25 Jahre später, im Jahr 1977, belief sich dieser Betrag bereits auf 124 Millionen Franken. Und heute, 60 Jahre nach seiner Gründung, sind es über 700 Millionen Franken.

Parallel zum Budget und zum Aufgabenspektrum stieg kontinuierlich die Zahl der eingereichten Gesuche in der Projektförderung, dem wichtigsten Förderungsinstrument des SNF: Während der SNF im ersten vollen Tätigkeitsjahr 1953 noch 267 Gesuche zu begutachten hatte, waren es 1977 bereits 741, und alleine in den letzten zehn Jahren kletterte die Zahl von 1762 (2002) auf die Rekordhöhe von 2407 (2011). Über alle Förderungsbereiche gesehen, behandelte der SNF 2011 über 4900 Gesuche. Um die stetig zunehmenden Gesuche angemessen bewältigen zu können, versiebenfachte sich seit der Gründerzeit die Mitgliederzahl des Nationalen Forschungsrats von 14 auf heute 100.

Was brachten und bringen diese Investitionen der Schweiz?

Wissenschaft und Forschung bilden die Grundlage unserer modernen Gesellschaft. Sie schaffen die ökonomischen und kulturellen Voraussetzungen für unsere Wohlfahrt und ermöglichen es uns zugleich, die auf uns zukommenden globalen Probleme zu reflektieren und alternative Entwicklungen aufzuzeigen.

Heute darf sich die Schweiz zu den führenden Forschungsnationen zählen. Das Engagement diverser Akteure zugunsten der Forschung spiegelt sich in der Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft wider. Die Schweiz belegt seit mehreren Jahren den ersten Platz des Innovation Union Scoreboard. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl werden überdurchschnittlich viele Patente angemeldet und häufig zitierte wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Im internationalen Wettbewerb um die besten Projekte sind die Schweizer Forschenden sehr erfolgreich. So verzeichnen sie regelmäßig hohe Erfolgsraten beim European Research Council (ERC). Der große Anteil an Forschenden aus dem Ausland deutet außerdem auf die Attraktivität der Schweizer Hochschulen hin.

Der SNF gibt sich ein Leitbild

Zu seinem 60-Jahr-Jubiläum hat sich der SNF ein Leitbild gegeben. Darin bringt er seine Ambition auf den Punkt und legt die Grundsätze seines Handelns dar. Letztere sind ein Bekenntnis zu Qualität, Unabhängigkeit, Verantwortung und Fairness. Es gehört zur Kernaufgabe des SNF, laufend Forschende und ihre Projektideen zu beurteilen. Mit dem Leitbild zeigt er auf, woran er sich selbst messen lassen will, denn: Der SNF will nicht nur exzellente Forschung fördern, sondern auch selbst exzellente Forschungsförderung betreiben.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF)

Der SNF fördert mit öffentlichen Mitteln in einem kompetitiven Verfahren die Grundlagenforschung, d.h. jene Forschung, die nicht durch die Wirtschaft finanziert wird. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Quelle: Schweizerischer Nationalfonds (SNF)




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