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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

23.04.2012

Mikromesszelle hilft Ressourcen zu schonen


Eine ressourcenschonende Energieversorgung erfordert effiziente Energiespeicherung. Die Forschung an neuen Batteriekonzepten findet daher derzeit große Beachtung. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Entwicklung sicherer Elektrolyte, die die heutigen brennbaren Batterie-Elektrolyte ablösen können. Ein neues Elektrolytmaterial muss zunächst umfassend elektrochemisch charakterisiert werden, bevor es in einer Batterie zum Einsatz kommen kann.

Dabei tritt häufig das Problem auf, dass die zunächst im Forschungslabor synthetisierten Mengen sehr gering und damit entsprechend teuer sind. Die meisten auf dem Markt verfügbaren elektrochemischen Messzellen sind jedoch nicht geeignet für die Untersuchung kleiner Elektrolytmengen.

Hier verspricht die neue Messzelle Abhilfe, die am Fachbereich Chemie der Philipps-Universität in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Bernhard Roling in Zusammenarbeit mit der Feinmechanik- sowie der Elektronikwerkstatt entwickelt wurde. Das Gerät ist sehr schnell temperierbar, so dass eine temperaturabhängige Charakterisierung eines neuen Elektrolytmaterials in sehr kurzer Zeit möglich ist.

Die Marburger Neuentwicklung wird von der mittelhessischen Verwertungsagentur "Trans-MIT" vermarktet. "Wir waren überrascht, wie schnell sich die Möglichkeiten unserer Messzelle herumgesprochen haben", sagen Benedikt Huber und Marcel Drüschler, die als Doktoranden in der Arbeitsgruppe Roling die Entwicklung der Zelle vorangetrieben haben. Eine Reihe von Forschungsinstituten und Firmen haben bereits eine Mikrozelle erworben, weitere Anfragen liegen vor. Interessenten können sich von 23.-27. April 2012 auf der Hannovermesse, Halle 2, Stand C45 von der Leistungsfähigkeit des Messsystems überzeugen.

Quelle: idw/Universität Marburg




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