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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

29.03.2012

Flugroboter zur universellen Erfassung von Umweltdaten geplan


Derzeit werden an der Hochschule Harz hochmoderne fliegende Roboter entwickelt. Das kürzlich gestartete Drittmittelprojekt AirMeter steht unter der Leitung von Prof. Dr. Frieder Stolzenburg vom Fachbereich Automatisierung und Informatik der Hochschule Harz in Kooperation mit der Firma "Dr. Michael GEOMATICS" aus Wernigerode. Das Unternehmen ist im Bereich Umwelt- und Geodatenmanagement tätig und übernimmt die Einführung der entwickelten Technologie für praktische Anwendungen. Drittmittelgeber ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

"Innerhalb von zweieinhalb Jahren soll im Rahmen von AirMeter eine universelle Sensorplattform für Flugroboter zur Erfassung von Umweltdaten, wie z.B. Position, Lage, Luftdruck, Temperatur oder Gaskonzentration entwickelt werden", erklärt Stolzenburg. Zur Unterstützung des Piloten an der Fernsteuerung sei außerdem ein Flugassistenzsystem geplant, das einen teilweise automatischen Flug gestattet.

Gegenüber herkömmlichen Begehungen bzw. Luftbildaufnahmen stellt die Nutzung von Flugrobotern eine kostengünstige Alternative zur Erfassung von Veränderungen, Zuständen oder Gefahren in abgegrenzten Gebieten dar. Die Sensorplattform soll eine Echtzeitauswertung der aufgenommenen Daten ermöglichen und die Ergebnisse an eine intelligente Bodenstation senden. Eingebunden in diese Plattform werden auch Kameras, die Abstandsmessungen aus größerer Entfernung zentimetergenau durchführen können. Das im Projekt AirMeter entwickelte Ergebnis soll erstmals unabhängig von herstellerspezifischen Systemen die Möglichkeit zur universellen Erfassung, Übertragung und Speicherung von Umweltdaten sowie Bildinformationen bieten. Die Bildauswertung wird dabei durch eine automatische Objekterkennung verbessert. Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines marktfähigen Produktes, das vielseitig einsetzbar sein soll, z.B. in der Land- und Forstwirtschaft, der Archäologie und im Umweltschutz.

Quelle: Hochschule Harz


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