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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

27.03.2012

SILEX-Verfahren: Risiko einer unkontrollierten Verbreitung von Kernwaffen-Technologie


Derzeit befindet sich eine neue Methode zur Urananreicherung im Ausland im fortgeschrittenen Versuchsstadium. SILEX (Separation of Isotopes by Laser Excitation) basiert auf dem schon bekannten Prinzip der Laser-Isotopentrennung. SILEX soll durch neue Verfahrenstechniken die Urananreicherung vereinfachen und die Kosten für Kernbrennstoffe verringern. Zusätzlich sollen damit hochreine Materialien, zum Beispiel für Halbleiter, oder Isotope für medizinische Diagnostik und Therapie effizienter als bisher herstellbar sein, andererseits birgt die hohe Effizienz der Anlagen und ihre kompakte Baugröße neue Gefahren für eine missbräuchliche und nur schwer kontrollierbare Verwendung zur Kernwaffenproduktion. "Die mit dem SILEX-Verfahren verbundenen Risiken gilt es genau zu prüfen. Die Verbreitung von Kernwaffen-Technologie muss unter allen Umständen vermieden werden." warnt Wolfgang Sandner, Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).

Mittels des kostenlosen Faktenblattes "Physik konkret" möchte sich die DPG mit ihrer Expertise in die dringend gebotene, öffentliche Diskussion zur Situation der Naturwissenschaften und der Physik in Deutschland einbringen.

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Quelle: Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)




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