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Nachrichten und Pressemeldungen aus Labor und Analytik

22.03.2012

Projekt zur Entwicklung neuer Analyseverfahren auf Basis der Röntgenfluoreszenzanalyse gestartet


Der Startschuss ist gefallen: Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule Rhein-Waal und der Fluxana GmbH & Co. KG aus Bedburg-Hau ist das erste ZIM-KOOP-Projekt der Hochschule erfolgreich angelaufen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit 175.000 Euro geförderte Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und befasst sich mit der Entwicklung neuer Analyseverfahren auf Basis der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA).

Das im Rahmen des "Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand" (ZIM) geförderte Projekt ist im Forschungszentrum der Hochschule angesiedelt. Das Forschungszentrum ist Ansprechpartner für die regionale Wirtschaft und hat mit Fluxana einen Partner gefunden, der sich auf den Bereich Röntgenfluoreszenz spezialisiert und für Spektrometer-Hersteller ein weltweit einzigartiges Verfahren zur Qualitätssicherung entwickelt hat. "Für uns ist dieses Projekt eine große Chance, nun direkt vor Ort in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Einrichtung Forschung zu betreiben. Wir sehen das auch als eine Investition in die Zukunft, um einfacher Nachwuchs für uns zu rekrutieren", erklärt Fluxana-Geschäftsführer Dr. Rainer Schramm.

Zusammen mit der Hochschule will Fluxana die Probenvorbereitungs- und Analyseverfahren zur Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) verbessern. Bisher kann die RFA zwar bestimmen, welche chemischen Elemente in einer Probe vorhanden sind, aber für bestimmte Elemente in Zement, Mineralien oder Stahlwerksschlacken müssen Schmelztabletten hergestellt werden, die in das Probematerial eingeschmolzen werden. Durch diesen Herstellungsprozess gehen Elemente verloren, so dass sie nicht mehr im Analyseverfahren nachgewiesen werden. "Wenn wir dieses Verfahren optimieren können, wäre das für Fluxana ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Für uns ist es eine wissenschaftliche Herausforderung und ein interessantes Betätigungsfeld", erklärt PD Dr. Gerhard Heusipp, Leiter des Forschungszentrums.

Die Hochschule kann für die dafür notwendigen wissenschaftlichen Untersuchungen in den kommenden zwei Jahren 175.000 Euro an öffentliche Mittel abrufen. Gleichzeitig investiert Fluxana 160.000 Euro, die zu 40 Prozent ebenfalls durch Fördergelder abgedeckt sind. Das erst vor zehn Jahren gegründete Unternehmen wächst dynamisch und bezog erst 2010 für rund 700.000 Euro ein neues, hochmodernes Gebäude an der Borschelstraße. Die Kooperation mit der Hochschule ist für das Unternehmen mit seinen 24 Mitarbeitern ein weiterer Schritt nach vorn.

Das erste ZIM-KOOP-Projekt mit Fluxana, ist für Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal und betreuende Wissenschaftlerin des Projekts, ein gutes Beispiel, wie Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam den Standort und die Region nach vorne bringen können: "Wir sind offen für viele spannende Projekte, die wir in der Region mit Partnern aus der Wirtschaft realisieren wollen. Durch solche Kooperationen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen erzielen wir eine Win-Win-Situation, bei der die Hochschule praxisnahe Forschungsarbeit leistet, während die Unternehmen neben der Finanzierungsförderung auch von den Forschungsergebnissen profitieren und so nachhaltige Wettbewerbsvorteile erlangen".

Quelle: idw/Hochschule Rhein-Waal


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