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27.02.2012

Deutsche Chemiebranche startet mit Stimmungshoch ins Jahr


Trotz der bereits sehr guten Einschätzung Ende vergangenen Jahres hat sich die Stimmung in der deutschen Chemiebranche Anfang 2012 noch einmal verbessert - auf ein neues Allzeithoch: 95 Prozent der 300 befragten Manager bezeichnen die Standortbedingungen als gut. Das geht aus dem aktuellen CHEMonitor hervor, dem Trendbarometer von CHEManager und der Strategie- und Organisationsberatung Camelot Management Consultants. Drei Viertel der Befragten glauben, dass dies auch weiter so bleiben wird. Schwerpunktthema der Studie war diesmal Volatilitätsabsicherung. Mehr als die Hälfte betrachtet Konjunkturschwankungen derzeit als größte Herausforderung. Andererseits sehen sich die Unternehmen exzellent gerüstet: Sie profitieren jetzt von den Maßnahmen, die seit der letzten Krise getroffen haben: von schlankeren und flexibleren Organisationen und Entscheidungswegen, einem optimierten Liquiditätsmanagement, Frühindikatoren entlang der gesamten Lieferkette und einem flexibleren Personaleinsatz.

"Die deutsche Chemieindustrie ist in bester Stimmung und hoch zufrieden mit den Standortbedingungen in Deutschland", sagt Dr. Josef Packowski, Managing Partner der Strategie- und Organisationsberatung Camelot Management Consultants. "Die Zukunftserwartungen der Branche fallen überraschenderweise sogar noch positiver aus, als es der Ausblick in unserer letzten Umfrage erwarten ließ. Ende letzten Jahres rechneten die Chemie-Entscheider noch mit einer leichten Abkühlung auf hohem Niveau, jetzt bewerten sogar 95 Prozent der Befragten die Lage als gut. Diese sehr gute Einschätzung passt zwar auch zum allgemeinen Konjunkturausblick, allerdings hat die Chemieindustrie anscheinend besonderen Grund zum Optimismus." Der Ausblick ist ebenfalls optimistisch. Drei Viertel der Befragten glauben, dass die Bedingungen am Standort Deutschland gleich gut bleiben werden. Tendenziell sind die größeren Unternehmen etwas weniger optimistisch.

Erfolgreiches Maßnahmenbündel gegen Konjunkturschwankungen

Dr. Sven Mandewirth, Leiter des Kompetenzzentrums Chemicals bei Camelot Management Consultants, erläutert die Gründe für den beinahe überschwänglichen Optimismus der Branche: "Um nach den Erfahrungen von 2008 besser gegen die erhöhte Volatilität gerüstet zu sein, haben die Unternehmen ein ganzes Bündel an Maßnahmen ergriffen: So hat knapp die Hälfte ihre Organisationen und Prozesse optimiert, um schneller auf Konjunkturschwankungen reagieren zu können - etwa durch eine stärkere Prozessorientierung und dezentralere Entscheidungswege. Für finanzielle Sicherheit sorgt bei den großen Unternehmen eine verbesserte Kontrolle des Working Capitals und bei den mittleren bis kleinen tendenziell eine höhere Liquidität." Rund ein Drittel setzt auch auf die konsequente Kontrolle von Frühindikatoren entlang der gesamten Lieferkette und einen flexibleren Personaleinsatz. Besonders die Teilnehmer mit einem Jahresumsatz über einer Milliarde Euro nutzen wegen ihrer komplexen globalen Strukturen zusätzlich verbesserte Planungs- und Steuerungsmethoden. "Interessant ist auch der Punkt Outsourcing: Für große Unternehmen war die Auslagerung von Wertschöpfung vorteilhaft, während besonders kleine Unternehmen Dienstleistungen wieder zurück ins eigene Unternehmen geholt haben", sagt Mandewirth.

In der Summe führen die beschriebenen Maßnahmen zu einer sehr selbstbewussten Beurteilung der eigenen Widerstandsfähigkeit: Fast 60 Prozent fühlen sich jetzt besser vorbereitet als 2008, nur 5 Prozent schlechter. Mandewirth: "Die Unternehmen haben ihre Konsequenzen gezogen und diese entschlossen umgesetzt. Die deutsche Chemieindustrie blickt also zu Recht optimistisch in die Zukunft."

Quelle: Camelot Management Consultants




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