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21.11.2011

Wenn Hirnzellen mit Mikrochips kommunizieren - DECHEMA-Preis 2011 für Andreas Hierlemann


Den diesjährigen DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung erhält Prof. Dr. Andreas Hierlemann für seine wegweisenden interdisziplinären Arbeiten zur Entwicklung innovativer Sensorsysteme durch die Verknüpfung von Mikroelektronik mit chemischen und biologischen Systemen. Andreas Hierlemann arbeitet und forscht am Department für Biosysteme der ETH in Basel. Die Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Preises findet am Freitag, 25. November 2011, um 16.00 Uhr im Rahmen eines Festkolloquiums im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main statt.

Hierlemann arbeitet mit seinem Team an der Schnittstelle von lebenden Zellen, Chemie und Mikroelektronik. Diese Forschungsarbeiten ermöglichen es, beispielsweise zu beobachten wie Medikamente direkt auf einzelne Zellen wirken, wie Herzzellen interagieren, oder wie Hirnzellen funktionieren. Durch den Vergleich zwischen gesunden und kranken Gehirnen ergeben sich möglicherweise Heilungschancen für Alzheimer-Erkrankungen oder Schizophrenie. Die von Andreas Hierlemann entwickelten Technologien, bieten neue und differenzierte Einblicke in lebende Zellen.

Andreas Hierlemann, Jahrgang 1964, schloss sein Chemiestudium an der Universität Tübingen 1992 mit dem Diplom ab. Nach seiner Promotion in Physikalischer Chemie und verschiedenen Post-Doc-Aufenthalten in den USA, begann er 1999 seine Forschungsarbeiten am Institut für Physikalische Chemie der ETH Zürich. Nach seiner Habilitation erhielt er dort eine Position als Associate Professor für Mikrosensoren. Seit 2008 hat er eine Professor im Department of Biosystems Engineering inne und ist seit 2009 auch Vize-Bereichsleiter des neuen Bereichs Biosystems Science and Engineering an der ETH Zürich.

Der DECHEMA-Preis der Max-Buchner-Forschungsstiftung wird seit 1951 jährlich vergeben. Damit werden herausragende Forschungsarbeiten aus den Bereichen Technische Chemie, Verfahrenstechnik, Biotechnologie und Chemische Apparatetechnik gewürdigt. Besonders Arbeiten jüngerer Forscher werden dafür berücksichtigt. Sie sollen von grundsätzlicher Bedeutung sein und eine enge Verflechtung von Forschung und praktischer Anwendung zeigen.

Quelle: DECHEMA




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