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01.02.2011

Auszeichnung für Chip-basiertes Nachweissystem zur Bestimmung von Mikroorganismen


Für die Entwicklung eines innovativen Chip-basierten Nachweissystems zur Bestimmung von Mikroorganismen erhält die Jenaer Biochip Initiative (JBCI) die Auszeichnung "Ausgewählter Ort im Land der Ideen". Die Preisverleihung findet am 25. November 2011 am Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften statt.
Maul- und Klauenseuche oder Vogelgrippe - immer wieder verursachen Mikroorganismen schwere Krankheiten sowie ökonomische und ökologische Krisen. Eine gezielte Bekämpfung ist nur möglich, wenn die Erreger schnell gefunden werden. Entsprechende Prozesse sind bisher langwierig und teuer.

Das IPHT hat gemeinsam mit dem Institut für Physikalische Chemie (IPC) der Friedrich-Schiller-Universität Jena und weiteren Partnern im Rahmen der JBCI ein Verfahren entwickelt, das Mikroorganismen schnell und einfach bestimmt. Dabei wird die DNA des Erregers auf einem Chip untersucht. Das System erkennt anhand einer elektrischen Leitfähigkeitsmessung den Organismus. So sind Krankheitserreger direkt vor Ort nachzuweisen.

Die Technologie ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, wie den Nachweis von Pflanzenpathogenen und gefährlichen Tierseuchenerregern. Die Weiterentwicklung für Fragestellungen der Medizin und Umweltüberwachung werden derzeit bearbeitet.

Dr. Robert Möller, Leiter der JBCI und Prof. Jürgen Popp, Institutsdirektor des IPHT sowie des IPC freuen sich über die Auszeichnung. "Es zeigt, welche vielfältigen Lösungen das IPHT auf drängende Probleme unserer Zeit bietet, sei es in Bereichen der Gesundheit, der Umwelt oder der Sicherheit", so Popp. Bereits 2010 war das IPHT mit seiner Terahertz-Sicherheitskamera ein "Ausgewählter Ort im Land der Ideen".

Quelle: idw/Institut für Photonische Technologien (IPHT)




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