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11.11.2011

MEDICA: Medizintechnik-Unternehmen setzen Erfolg fort - Umsatzplus von 6 Prozent prognostiziert


Die deutschen Medizintechnik-Hersteller werden das laufende Jahr 2011 nach vorläufigen Angaben mit einem Umsatzplus von rund sechs Prozent abschließen. Der Gesamtumsatz läge dann bei 21,1 Milliarden Euro. "Nach einem sehr positiven ersten Halbjahr, bei dem die deutschen Medizintechnik-Hersteller ein Umsatzplus von knapp zehn Prozent erwirtschaften konnten, gab es in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Abkühlung", sagte der Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei SPECTARIS, Jan Wolter, zu Beginn der internationalen Fachmesse MEDICA in Düsseldorf. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung wird von einem Beschäftigungsplus von drei Prozent ausgegangen. Damit wären bei den rund 1.140 Betrieben zum Jahresende rund 91.900 Mitarbeiter beschäftigt.

Bedingt durch die knapper werdenden Budgets in vielen europäischen Kernmärkten und einem Investitionsstau im Inland beurteilen viele Unternehmen die Entwicklung des laufenden und kommenden Jahres zurzeit etwas zurückhaltender. Aktuell erwarten die Firmen für das Jahr 2011 einen Inlandsumsatz von 7,4 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim internationalen Geschäft sind die Firmen optimistischer und erwarten ein Plus von sieben Prozent. Damit würde der Auslandsumsatz in diesem Jahr auf 13,7 Milliarden Euro klettern. Entsprechend der Entwicklung im In- und Ausland läge die Exportquote bei 65 Prozent.

"Wir erwarten, dass insbesondere die positiven Impulse aus dem Auslandsgeschäft zu Umsatzsteigerungen der Medizintechnik-Hersteller führen werden. Die in einigen europäischen Ländern durch die Finanz- und Wirtschaftskrise erfolgten und geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen können durch ein hohes Umsatzwachstum in anderen Ländern oder Regionen wie etwa Asien weiterhin kompensiert werden", fasste Jan Wolter zusammen. In Asien rechnen die Firmen mit Zuwächsen von 13 Prozent. Auch das Geschäft in Nordamerika wird grundsätzlich positiv bewertet. Hier gehen die Firmen von einem Plus von acht Prozent aus. Auf beide Regionen entfallen je rund 20 Prozent der deutschen Medizintechnik-Exporte. Die weiteren Aussichten in Westeuropa werden dagegen etwas zurückhaltender bewertet. Im Durchschnitt erwarten die Firmen für diese wichtige Nachbarregion, auf die rund 40 Prozent der Ausfuhren entfallen, ein Plus von zwei bis drei Prozent. In Osteuropa werden Zuwächse von sechs Prozent erwartet.

Um das Inlandsgeschäft zu stärken, gehen die Medizintechnikhersteller neue Wege. Durch innovative Service-Angebote rund um ihre Medizinprodukte versuchen die Unternehmen ihre Kunden langfristig an sich zu binden und sich von anderen Anbietern abzuheben. Laut einer neuen Studie von SPECTARIS und J & M Management Consulting kann der Serviceanteil bei größeren Medizintechnikherstellern rund 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen und in Einzelfällen sogar noch deutlich höher liegen. Denn für die Kliniken zählen nicht nur Anschaffungskosten der Geräte, sondern die gesamten Kosten für Wartung, Instandhaltung und Reparatur. "Vor allem das Service-Angebot der kleinen und mittelständischen Medizintechnikhersteller bietet noch Ausbaupotenzial und damit Chancen", so Wolter.

Quelle: SPECTARIS Industrieverband




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